zur Navigation springen

Chronische Schmerzen sind zur Volkskrankheit geworden

vom

Berlin (dpa) - Rund 350 000 Kinder in Deutschland leiden unter chronischen Schmerzen. Die Deutsche Schmerzgesellschaft (DGSS) schätzt die Gesamtzahl der Schmerzpatienten auf bundesweit etwa 13 Millionen.

Berlin (dpa) - Rund 350 000 Kinder in Deutschland leiden unter chronischen Schmerzen. Die Deutsche Schmerzgesellschaft (DGSS) schätzt die Gesamtzahl der Schmerzpatienten auf bundesweit etwa 13 Millionen.

Die Nachrichtenagentur dpa sprach mit DGSS-Geschäftsführer Thomas Isenberg in Berlin.

Frage: Immer mehr Kinder in Deutschland und den westlichen Industrieländern sind chronisch schmerzkrank. Was sind die Gründe für diese Entwicklung?

Antwort: «Oftmals liegt es an den Lebensbedingungen, auch an der Ernährung und an fehlenden Entspannungsmöglichkeiten. Wichtig ist, dass der Schmerz bei Kindern ernstgenommen wird. Daher sollten gemeinsam mit Experten rechtzeitig die Gründe des Schmerzes abgeklärt werden, um eine Chronifizierung zu vermeiden.»

Frage: Auch viele Erwachsene leiden unter chronischen Schmerzen. Kann man von einer Volkskrankheit sprechen?

Antwort: «Ja, das kann man in der Tat. Wir gehen von rund 13 Millionen Schmerzpatienten in Deutschland aus.»

Frage: Wie ist es um die Behandlungsmöglichkeiten für die Betroffenen bestellt?

Antwort: «Viele berichten von langen Irrwegen im Gesundheitssystem, bevor sie eine angemessene Behandlung erhalten. Deshalb müssen Schmerzkrankheiten endlich ein Top-Thema bei den Akteuren des Gesundheitswesens und in der Politik auf Bundes- und Länderebene werden.»

Frage: Lassen sich die gesellschaftlichen Kosten von Schmerzkrankheiten beziffern?

Antwort: «Die Folgekosten sind immens. Sechs bis neun Prozent der Gesundheitsausgaben entfallen auf die Behandlung chronischer Schmerzen. Die volkswirtschaftliche Belastung etwa als Folge von Arbeitsunfähigkeit beläuft sich auf 20 bis 30 Milliarden Euro.»

Deutsche Schmerzgesellschaft

zur Startseite

von
erstellt am 13.Aug.2013 | 09:33 Uhr

Gefällt Ihnen dieser Beitrag? Dann teilen Sie ihn bitte in den sozialen Medien - und folgen uns auch auf Twitter und Facebook:

Diskutieren Sie mit.

Leserkommentare anzeigen