zur Navigation springen

Attraktive Truthähne steuern ihre Gene auf besondere Weise

vom

London (dpa) - Bunte Farben und lange Hautlappen am Kopf gelten unter Truthähnen als attraktiv. Prächtigen Schmuck tragen jedoch nur Vögel, die sich bei Rangkämpfen durchgesetzt haben. Biologen haben nun die genetischen Grundlagen für eine erfolgreiche Partnersuche erforscht.

London (dpa) - Bunte Farben und lange Hautlappen am Kopf gelten unter Truthähnen als attraktiv. Prächtigen Schmuck tragen jedoch nur Vögel, die sich bei Rangkämpfen durchgesetzt haben. Biologen haben nun die genetischen Grundlagen für eine erfolgreiche Partnersuche erforscht.

Sehr attraktive Truthähne haben zwar ähnliche Gene wie ihre Brüder, sie aktivieren diese aber besser. Das unterschiedliche Erbgut der Individuen ist dagegen für die sexuelle Anziehungskraft weniger von Bedeutung, wie britische Forscher herausfanden. Dafür verglichen sie Truthahnbrüder miteinander.

Obwohl ihre Gene nur sehr wenige Unterschiede aufwiesen, waren darunter sowohl dominante Männchen mit bunter Kopffärbung und langen Hautlappen über dem Schnabel als auch solche, die weiter hinten in der Hackordnung standen.

Bei den ranghohen Tieren waren die Gene für typisch männliche Merkmale relativ aktiv und solche für weibliche Eigenschaften eher unterdrückt. Das berichten die Biologen um die Professorin Judith Mank vom University College London im Fachjournal «PLOS Genetics». Zu welcher Gruppe ein Tier gehört - das entscheidet sich bei Rangkämpfen im Winter vor der Geschlechtsreife. Die Wissenschaftler vermuten, dass die Konzentration männlicher Hormone für die Genaktivierung eine Rolle spielt.

Aber auch die weniger attraktiven Truthähne haben in der Brutsaison ihre Aufgabe: Als Assistenten helfen sie ihren dominanten Brüdern, Weibchen zu finden und sich zu paaren, wie die Forscher schreiben. Auch wenn sie selbst nicht zum Zuge kämen, würden auf diese Weise die eigenen Gene indirekt durch den Bruder weitergegeben.

zur Startseite

von
erstellt am 15.Aug.2013 | 09:44 Uhr

Gefällt Ihnen dieser Beitrag? Dann teilen Sie ihn bitte in den sozialen Medien - und folgen uns auch auf Twitter und Facebook:

Diskutieren Sie mit.

Leserkommentare anzeigen