Henckes Netzwelt : Whatsapp Web: Das ist so was von 2001, Alter!

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Der mobile Messenger „WhatsApp“ funktioniert jetzt auch im Browser. Ein Schritt zurück in alte Zeiten?

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26. Januar 2015, 12:53 Uhr

Es fühlt sich an wie Skype, wie der Facebook-Chat oder – ich traue mich kaum es zu sagen – wie beim guten, alten ICQ. „Whatsapp“ gibt es jetzt auch als Desktop-Version. Für die meisten Smartphone-Besitzer ist der Messenger ohnehin kaum noch wegzudenken. Schreiben bis die Finger schmerzen und so viele Bilder und Videos verschicken, wie das Datenvolumen hergibt – und das für nur 0,89 Cent Jahresnutzungsgebühr. Da sah die SMS schnell alt aus.

Der „Whatsapp“-Spaß hört jedoch bei langen Nachrichten auf. Man vermisst eine richtige Tastatur. Das dachte sich wohl auch der Anbieter und schuf die Browser-Version des Dienstes. Plötzlich fühlt man sich wieder wie zu Beginn des Jahrtausends. Etwas irritierend ist da nur der QR-Code, der zum Einloggen in die Webversion mit dem Smartphone gescannt werden muss. Voraussetzung ist allerdings die neueste Version der App und der Chrome-Browser. Andere funktionieren nicht. Auch iPhone-Nutzer müssen draußen bleiben.

Dann folgt die fixe Erkenntnis: Geil. Mit Freunden chatten macht wieder so viel Spaß wie damals mit ICQ. Ein wohliges Retro-Gefühl stellt sich ein.

„Whatsapp Web“ ist daher ein klares Bekenntnis zu den eigenen vier Wänden oder dem Büro – aber leider nur, bis der Akku leer ist. Ohne Smartphone kein Web-„Whatsapp“.

Ein weiterer Nachteil: Für die Nutzung ist eine permanente Datenverbindung nötig. Bricht sie ab, ist der Spaß vorbei. Das Ganze ist also doch nicht wie damals, sondern lediglich unnötig kompliziert. Schade.

Hier gehts zur Web-Version von Whatsapp

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