Kriminalität im Netz : Warnung vor dem Lösegeld-Trojaner

In den gefährlichen E-Mails wird der Empfänger als 'Nutzer' begrüßt. Foto: dpa
In den gefährlichen E-Mails wird der Empfänger als "Nutzer" begrüßt. Foto: dpa

Die Verbraucherzentrale warnt vor E-Mails mit einem gefährlichen ZIP-Anhang. Der enthält einen Trojaner, der den Rechner lahmlegt.

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02. Februar 2013, 02:44 Uhr

Kiel | In zahlreichen Posteingängen laufen derzeit E-Mails mit einem gefährlichen ZIP-Anhang ein, der erheblichen Schaden auf dem Computer anrichten kann. In den E-Mails werden die Empfänger als "Nutzer" begrüßt. Sie hätten sich angeblich für ein "Mail Upgrade" angemeldet, mit dem "jetzt bis zu 650 Mitteilungen pro Monat gebührenfrei versendet" werden, teilte am Freitag die Verbraucherzentrale Schleswig-Holstein mit. In einer anderen Variante wird behauptet, man hätte ein hochwertiges Produkt etwa von Apple oder anderen Markenherstellern bestellt. Auch die Zahlung einer vermeintlich offenen Forderung der GEZ oder der Lufthansa wird in einigen der E-Mails angemahnt.
Wird die ZIP-Datei im Anhang geöffnet, startet sich ein Programm, das sich auf dem Computer installiert. Die Verbraucherzentrale hat einige dieser Dateien durch Virenscanner prüfen lassen. Das Ergebnis: Sie enthält sogenannte Trojaner, die auf dem Rechner Daten ausspähen und im schlimmsten Fall den Rechner lahmlegen können. "Wahrscheinlich gehören diese zu den sog. Lösegeld-Trojanern", erklärt Boris Wita von der Verbraucherzentrale. Das bedeutet, dass der eigene lahmgelegte Rechner erst dann wieder entsperrt wird, wenn der Betroffene ein "Lösegeld" zahlt.
Die entsprechenden E-Mails sollten am besten direkt gelöscht werden, raten die Experten aus Kiel. ZIP-Dateien unbekannter Absender sollten auf keinen Fall geöffnet werden.

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