Schadsoftware im Anhang : Trojaner „Locky“ tarnt sich als E-Mail des BKA

Der Anhang in der falschen Mail vom Bundeskriminalamt sollte nicht geöffnet werden.

Der Anhang in der falschen Mail vom Bundeskriminalamt sollte nicht geöffnet werden.

Ein Ratgeber und ein Analysetool im Anhang entpuppen sich als Trojaner. Die Mail stammt nicht vom Bundeskriminalamt.

shz.de von
02. März 2016, 17:39 Uhr

IT-Sicherheitsexperten warnen aktuell vor vermeintlichen E-Mails des Bundeskriminalamts, die vor dem Computervirus „Locky“ warnen. Diese Mails transportieren selbst einen Anhang mit Schadsoftware, berichtet das Fach-Portal Mimikama. In der Mail wird behauptet, dass das BKA mit Herstellern von Antiviren-Software zusammen arbeite und fordert, einen Sicherheitsratgeber und ein Analysetool im Anhang herunterzuladen. Diese Datei sei aber selbst ein Trojaner.

Verschlüsselungstrojaner sind kleine Programme, die sich auf einen Einzelplatzrechner einschleusen und dann Dateien verschlüsseln. Die sind dann für den Benutzer nicht mehr zu öffnen. Ist nur ein einzelner PC betroffen, ist der Schaden meist überschaubar.  Richtig schlimm wird es, wenn er einen Server erreicht, auf dem Geschäftsdaten liegen, die Sie unbedingt brauchen.

„Locky“ hatte sich zuletzt mit großer Geschwindigkeit vor allem in Deutschland, den Niederlanden und den USA ausgebreitet. Die Schadsoftware verbreitet sich über gefälschte E-Mails. Wird der Trojaner durch das Öffnen des Anhangs aktiv, werden alle Dateien auf dem betroffenen Computer verschlüsselt. Die Erpresser fordern Lösegeld für die Entschlüsselung. Das Bundesamt für Sicherheit in der Informationstechnik rät, auf keinen Fall auf die Lösegeldforderungen einzugehen, sondern Anzeige zu erstatten.

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