Schaars Netzwelt : Technik und Inhalt von vorgestern

Jörn Schaar ist Journalist und Blogger in Schleswig-Holstein.
Jörn Schaar ist Journalist und Blogger in Schleswig-Holstein.

Witzeaustausch für Nostalgiker: Wie das Faxgerät einst unterhaltsam sein sollte.

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13. Dezember 2014, 05:30 Uhr

Ich habe dieser Tage ein wenig in meinem Büro aufgeräumt und mich dabei auch um das Faxgerät gekümmert, das dort steht. Nun muss man wissen, dass in meiner Nerd-Welt das Fax kurz nach dem berittenen Boten rangiert – antiquierter geht es kaum noch, denn heutzutage sind die meisten Dokumente ohnehin digital und schneller per Mail verschickt, als es ein Fax je könnte.

Was aber in seiner Antiquiertheit besonders amüsant war: In dem Ablagefach neben dem Faxgerät fand ich neben Unmengen von achtlos beiseite gelegten Werbefaxen und der Anleitung des Geräts auch noch einen Block mit der Aufschrift „Fax mich! – Ein kleiner Service für alle Fax-Freunde“ von der Telekom. Darin liegen 20 Faxvorlagen zum Abreißen. Zum Beispiel mit der Aufschrift „Wie geht es Dir heute?“ Darunter findet sich ein Gesicht mit der Aufforderung „Bitte einen Mund reinmalen und zurückfaxen!“ Schön auch: „Was macht Deine Diät?“ mit vier unterschiedlich beleibten Damen auf einer Personenwaage und der Aufforderung „Bitte ankreuzen und zurückfaxen!“ oder, sehr passend, ein Kreuzworträtsel, in dem nur ein Begriff ausgefüllt ist: „Sorry“.

Nun fehlen in diesem Hefter jedwede bibliografischen Angaben, so dass ich nur schätzen kann, in welchem Jahrhundert das vielleicht mal witzig gewesen sein könnte. Aber was ich sicher sagen kann: Die Unsitte, vermeintlich witzige Bildnachrichten zu verschicken, ist weit älter als E-Mail oder SMS, das gibt es zumindest seit kurz nach dem berittenen Boten.

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