Änderungen bei Microsoft : Support-Ende: Stirb langsam, Windows 7

Der US-Konzern Microsoft bietet nur noch den erweiterten Support für Windows 7.
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Der US-Konzern Microsoft bietet nur noch den erweiterten Support für Windows 7.

Microsoft hat das Ende des sogenannten Mainstream-Supports für Windows 7 angekündigt. Für Nutzer ändert sich dadurch aber kaum etwas.

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13. Januar 2015, 18:54 Uhr

Schritt für Schritt bereitet Microsoft den Abschied seines erfolgreichen Betriebssystem Windows 7 vor: Der US-Konzern bietet nur noch den erweiterten Support – das heißt, es werden nur noch Updates für das Schließen von Sicherheitslücken angeboten. Neue Funktionen sowie optische Veränderungen werden nicht mehr bereitgestellt. Außerdem werden technische Supportanfragen künftig gebührenpflichtig. Auch sicherheitsirrelevante Nachbesserungen, sogenannte Patches, die beispielsweise einen Systemabsturz verhindern sollen, wird es nicht mehr geben. Ab dem 14. Januar 2022 werden auch die Sicherheitsupdates eingestellt – der Todesstoß für Windows 7.

Doch innerhalb der kommenden fünf Jahre müsse sich noch niemand sorgen, sagt Microsoft Deutschland-Sprecherin Irene Nadler auf sh:z-Anfrage: „Es ändert sich für den Nutzer zuhause gar nichts.“ Das Ende des Mainstream-Supports bedeute noch nicht, dass das Betriebssystems eingestellt wird. Doch wird irgendwann auch der erweiterte Support beendet, „erhalten Sie keine Sicherheitsupdates mehr, die Ihren PC vor Viren, Spyware und anderer Schadsoftware schützen, mit denen persönliche Informationen gestohlen werden können“, heißt es auf der Webseite von Microsoft. Das Unternehmen rät, entweder das neueste verfügbare Update oder Service-Paket zu installieren oder auf eine neuere Version aufzurüsten.

Während das im Oktober 2012 eingeführte Windows 8 sich nicht gegen seinen Vorgänger durchsetzen konnte (Marktanteil: vier Prozent gegenüber Windows 7 mit knapp 46 Prozent), steht mit Windows 10 ein nächster Versuch in den Startlöchern. Ab wann das Betriebssystem zu kaufen und wie teuer es sein wird, ist noch nicht bekannt. „Zu Windows 10 und ob man von Windows 7 upgraden kann gibt es Gerüchte, die wir nicht kommentieren“, stellt Nadler klar. Im Internet hieß es, Upgrade-Installationen für Windows-7-Nutzer seien möglich. „Der Umstieg via Windows Update dürfte in der Tat kostenlos erfolgen“, stellte „Chip.de“ im Dezember in Aussicht.

Nutzer, die sich einen neuen Laptop oder PC zulegen möchten, werden zumeist auf Windows 7 verzichten müssen: Seit Oktober dürfen Neugeräte nicht mehr mit dem System ausgestattet werden, nur noch bereits bespielte Altgeräte dürfen abverkauft werden.

Auch wenn Windows 7 weit verbreitet ist, relativiert Microsoft auf seiner Internetseite: „Diese Umstellung ist kein so großer Meilenstein wie das Support-Ende von Windows XP, das wir im April letzten Jahres angekündigt haben“, schreibt dort Oliver Gürtler, Leiter des Geschäftsbereichs Windows bei Microsoft Deutschland. Man weise jedoch darauf hin, „dass auch Windows 7 langsam in die Jahre kommt und Kunden sich über eine Migration auf ein modernes Betriebssystem Gedanken machen sollten.“

Das nächste System, für das die Sicherheitsupdates eingestellt werden, ist Windows Vista. Hier endet der erweiterte Support am 11. April 2017. Ab dann sollten Nutzer aus Sicherheitsgründen davon absehen, das System weiter zu verwenden. Auch wenn das Betriebssystem weiter wie gewohnt nutzbar ist.

> Bis wann Microsoft für welches System noch Updates herausgibt und welches Service Pack das neueste ist, sehen Sie hier: http://bit.ly/1y9topI

Hilfe zur Selbsthilfe gibt Microsoft hier: http://support.microsoft.com/

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