Narrowband IoT : Schmalband, die nächste Revolution

Mit Schmalband sollen Arbeitsabläufe effizienter gestaltet werden können - wie hier bei der Müllabfuhr.

Mit Schmalband sollen Arbeitsabläufe effizienter gestaltet werden können - wie hier bei der Müllabfuhr.

Narrowband verbindet Dinge, die keine Computer sind – und wird unser Leben verändern, meint unser Kolumnist.

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18. Dezember 2017, 18:49 Uhr

Wer sich damit beschäftigt, wie sich das Internet weiterentwickeln wird, kommt um einen Begriff nicht mehr herum: Schmalband, gerne auch englisch als „Narrowband“ bezeichnet.

Schmalband, klingt komisch, oder? Schließlich geht es doch sonst immer um Breitband, den Breitbandausbau im ländlichen Raum etwa.
Tatsächlich werden Schmalband-Funkverbindungen unser Leben mindestens so verändern wie Breitband. Es geht dabei um das Internet der Dinge (Internet of Things, kurz IoT).

Dabei kann es um Medizingeräte gehen, um Messgeräte für Strom oder Wasser, oder um Sensoren für Feuchtigkeit, PH-Wert oder Ähnliches, die der Bauer auf seinem Feld verteilt hat. Oder Luftsensoren in den Städten.

Gemein haben all diese Anwendungen, dass sie wenig Daten produzieren, etwa einzelne Messwerte. Und dass sie diese Daten auch nicht sehr oft senden. Oft läuft das Gerät, das die Daten ermitteln soll, mit Batterien, die möglichst lange halten sollen. Und es sind lange Distanzen zu überbrücken wie auf dem Feld. Oder schwierige Bedingungen für Funk, wie in großen Gebäuden.

Anbieter wie Telekom oder Vodafone haben sich deshalb zu einem Konsortium namens 3GPP zusammengeschlossen, das Spezifikationen für Narrowband entwickelt hat wie zehn Jahre Laufzeit mit zwei AA-Batterien oder weniger als fünf US-Dollar Kosten pro Modul.

Klingt wie Science-Fiction? Ist es nicht, das wird bald Alltag. Dann werden wir Gegenstände auch im öffentlichen Raum per Internet verbinden. Computer werden die Ausnahme.

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