Plan International Australia : Schluss mit den Tabus: Aktivisten fordern ein Menstruations-Emoji

Auf Facebook können die Nutzer aus verschiedenen Motiven wählen. Das Gewinner-Emoji wird dann zur Genehmigung eingereicht.

Auf Facebook können die Nutzer aus verschiedenen Motiven wählen. Das Gewinner-Emoji wird dann zur Genehmigung eingereicht.

Frauenrechtler halten das Emoji-Alphabet für unvollständig - und glauben, dass ein neues Bildchen ein Problem lösen kann.

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30. Mai 2017, 15:07 Uhr

Es scheint, als würde es ein passendes Emoji für nahezu jede Situation geben: eine lachende Katze, ein Teller Spaghetti oder ein Mensch, der eine Kopfmassage bekommt. Doch eine mehr als alltägliche Situation blieb bislang in der digitalen Bildsprache ausgespart: die weibliche Periode.

Aktivisten der Gruppe „Plan International“ in Australien beklagen eine Stigmatisierung der Menstruation, und haben eine Social-Media-Kampagne gestartet, die das Thema in die Öffentlichkeit bringen soll - mit einem Menstruations-Emoji. Mit einem weltweit verständlichen Bildchen soll es Mädchen erleichtert werden, über ihre Periode zu sprechen. Dazu hat die Gruppe ein paar Vorschläge entwickelt, die noch bis zum 2. Juni auf Facebook zur Abstimmung stehen: Ein Kalenderblatt, ein Slip, eine Binde und ein Uterus. Allen gemeinsam: Blutstropfen.

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„Ist es nicht lächerlich, dass es ein langnasiges Gespenst-Emoji und ein Floppy-Disc-Emoji gibt, aber kein Perioden-Emoji?“, sagt Susanne Legena von Plan International in Australien gegenüber mashable.com.

Ob es schlussendlich ein Perioden-Emoji im gültigen Emoji-Alphabet geben wird, entscheidet das Unicode Consortium - ein Zusammenschluss der größten Techfirmen der Welt, darunter Apple und Google. Ihnen soll das Gewinner-Emoji zur Genehmigung vorgelegt werden, schreiben die Aktivisten in ihrem Facebook-Post.

Jeder kann einen Vorschlag für ein neues Emoji machen. Es braucht aber eine Begründung, warum dieses Bildchen nötig ist, um das Emoji-Alphabet zu erweitern. Ist ein neues Emoji abgesegnet, liegt es aber in den Händen der Hersteller, ob sie auch die Auswahl für ihre Geräte erweitern.

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