Maas’ Netzwelt : Schlechte Zeiten für iPhone-Fans

bma-autorin

Dass Whatsapp Web nicht auf dem iPhone funktionert – egal. Aber Snowden berichtet Beunruhigendes.

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26. Januar 2015, 17:24 Uhr

Im November 2011 kaufte ich mein erstes und bisher einziges Smartphone: ein iPhone 4S. Ich gestehe: Damals wähnte ich mich als ein Teil der digitalen Avantgarde, an der Spitze einer Bewegung. Drei Jahre und drei Gerätetypen später dämmert mir: Falls es diese Zeiten jemals gab – sie sind vorbei.

Whatsapp Web funktioniert nicht auf meinem Handy, ich kann also nicht über den Browser chatten. Das bringt mir zwar leisen Spott von Kollegen ein, aber das war’s.

Mehr trifft mich eine andere Meldung: Whistleblower Edward Snowden behauptet, auf dem iPhone gebe es eine vorinstallierte Spionage-Software, die man aus der Ferne aktivieren könne. „Man“ umfasst in diesem Fall den US-Geheimdienst NSA und die Geheimdienste anderer Staaten. Snowdens Rechtsanwalt sagte das dem russischen Magazin „Sputnik“ – ohne ein Wort über weitere Details zur „Spezialsoftware“ zu verlieren. Ist das ein normales Diagnose-Tool? Oder ist wirklich das Betriebssystem iOS betroffen? Das alles ist nach dem Interview unklar.

Klar ist: Snowden nutzt ein herkömmliches Telefon. Also immerhin kein Samsung Galaxy oder HTC One. Das lindert zwar nicht meine Spionage-Ängste, erfüllt mich aber mit einer gewissen Genugtuung.

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