Nordens Netzwelt : „Netflix is watching you“: Wenn 53 Nutzer 18 Tage einen Weihnachtsfilm streamen

Der Streaming-Dienst sorgt mit einem Big Brother-Tweet für Empörung. Dabei gibt es gar keinen Grund dazu.

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11. Dezember 2017, 16:16 Uhr

Weihnachtsfilme stehen aktuell hoch im Kurs. Das ist nicht verwunderlich. Durchaus eine Überraschung ist es aber, dass es tatsächlich auf der Welt 53 Menschen gibt, die in den vergangenen 18 Tagen täglich immer wieder ein und die selbe Weihnachtsromanze gesehen haben. Das zumindest behauptet der Streaming-Dienst Netflix und macht sich nun Sorgen um seine Nutzer. In einem Tweet fragt das Social-Media-Team besorgt: „To the 53 people who've watched A Christmas Prince every day for the past 18 days: Who hurt you?“

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Doch die Mitgefühls-Offensive ging teilweise nach hinten los. Denn mit dem Tweet führte der Streaming-Dienst seinen Zuschauern vor Augen, dass er auch zurückschaut – und mehr über seine Nutzer weiß, als denen womöglich lieb ist. Die Folge: Der Tweet verbreitet sich im Netz – und mit ihm die entsprechende Empörung. Die öffentliche Anprangerung der Nutzer wird kritisiert.

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Dabei gehört die Analyse des Nutzerverhaltens zu Netflix’ größten Stärken. Mehrere hundert Mitarbeiter untersuchen, wann welcher Titel auf welchem Endgerät gestreamt wurde. Sie speichern auch, wann pausiert, vorgespult oder abgebrochen wurde. Außerdem weiß Netflix durch das Suchverhalten der Kunden, welche Schauspieler oder Genres besonders beliebt sind. Die Auswertung der immensen Datenberge bestimmt immer mehr, welche Inhalte produziert werden. Bestes Beispiel dafür war die unheimlich erfolgreiche Netflix’ Eigenproduktion „House of Cards“. Durch entsprechende Analysen konnte der Streaming-Dienst schon vorab herausfinden, dass die Wahrscheinlichkeit für einen Erfolg der Serie relativ hoch ist. Denn beliebte Suchbegriffe waren der Schauspieler Kevin Spacey, der Regisseur David Fincher, Politserie und die BBC-Original-Serie House of Cards.

Wenn Netflix sich nun als Nutzer-Versteher outet, ist das also überhaupt keine Überraschung und erst Recht keinen Aufschrei wert. In Zeiten von Big Data sollten wir Nutzer zumindest beim Streaming die Vorteile erkennen: Netflix kennt unseren Wunschzettel – und das nicht nur zu Weihnachten.

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