Nach Interview mit Angela Merkel : LeFloid reagiert auf Kritik: „muss die Enthüllungen ,echter‘ Journalisten verpasst haben“

Die Reaktion von LeFloid auf die Kritik an seinem Interview mit Angela Merkel.
Die Reaktion von LeFloid auf die Kritik an seinem Interview mit Angela Merkel.

Er gibt zu, „schweine-nervös“ gewesen zu sein, doch LeFloid lässt die Kritik nach dem Interview an sich abperlen.

shz.de von
21. Juli 2015, 13:43 Uhr

Vor einer Woche interviewte Youtube-Star LeFloid Bundeskanzlerin Angela Merkel im Kanzleramt. Er stellte ihr Fragen seiner zahlreichen Fans und wurde dafür von den meisten Medien harsch kritisiert – auch von shz.de. In seiner neuen Ausgabe von „LeNews“ nimmt der 27-jährige Florian Mundt jetzt Stellung zu der Kritik (Video ab Minute 5.30). Die Quintessence des achtminütigen Videos: „Ich muss die Enthüllungen durch ,echte‘ Journalisten verpasst haben.“ Dazu sendet er ein unmissverständliches optisches Signal an seine Kritiker, die ihm unter anderem vorwarfen, zu nett und zu wenig journalistisch gewesen zu sein.

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Im Vorhinein sei ihm unterstellt worden, das Interview werde „scheiße“, denn es werden ja nur Fragen wie „Xbox oder Playstation?“ gestellt. Nach dem Interview war es dann die mangelnde Erfahrung als Journalist, weswegen das Interview „scheiße“ war. Die Kritik versteht LeFloid nicht, denn es sei sein erstes Interview gewesen und er habe lediglich das gemacht, was er auch angekündigt hatte: Die Fragen seiner Fans zu stellen. Das danach nicht „die Welt explodiert“ sei kein Wunder. Merkel habe einige Fragen mehr oder weniger beantwortet, andere hingegen sogar sehr klar.

Für LeFloid sei es lediglich wichtig gewesen, mit den Menschen in Kontakt zu treten und mit Vorurteilen aufzuräumen, wonach man Jugendlichen vorwerfe, nichts auf die Politik zu geben. Hunderttausende hätten Fragen gestellt und das Interview gesehen (Anm. d. Red. 3,2 Millionen). Er werde wie viele andere wohl auch, nach dem Interview noch immer nicht die CDU wählen.

Der Videoblogger Florian Mundt (27) studiert an der Berliner Humboldt-Universität Psychologie und Rehabilitationspädagogik und präsentiert zweimal wöchentlich auf seinem Youtube-Kanal seine Sicht der Dinge zu den aktuellen Nachrichten. Sein erstes Video veröffentlichte er dort vor acht Jahren und zählt mit mittlerweile 2.634.577 Abonnenten - vorwiegend im Alter von 16 bis 24 Jahren - zu den erfolgreichsten Youtubern Deutschlands.
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