Nutzer in SH : Instagram: Braucht man das oder kann das weg?

Facebook, WhatsApp, Twitter - immer mehr Menschen sind nun auch noch bei Instagram unterwegs. Fünf Gründe, warum man der App eine Chance geben sollte.

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30. Januar 2015, 20:51 Uhr

Fotos bearbeiten - dafür gibt es mittlerweile unzählige Apps. Informationen mit anderen Menschen teilen - das geht wunderbar über Facebook, Twitter, WhatsApp. Trotzdem gibt es Instagram. Das Foto-Netzwerk kombiniert Bildbearbeitung mit einer Foto-Community - und hat damit Erfolg.

Rund 300 Millionen Nutzer gibt es inzwischen weltweit, nach etwa 200 Millionen vor einem Jahr. Aus einer Studie zur Nutzung von Social Media in den USA geht hervor, dass die Foto-Sharing-Plattform am stärksten wächst. Während die Facebook-Nutzung stagniert, baut Instagram seine Reichweite von 17 auf 26 Prozent in 2014 aus. Damit hat das Foto-Netzwerk im vergangenen Jahr den Kurznachrichtendienst Twitter überholt (23 Prozent Reichweite). In Deutschland wird die App vor allem von Studenten genutzt, erklärt Netzökonom Holger Schmidt. Aber warum braucht man Instagram? Wir haben doch schon Facebook, WhatsApp, Twitter und Co. Fünf Gründe, warum es sich lohnt, die App auszuprobieren.

1. Aus zwei mach' eins

Der Vorher-Nachher-Vergleich zeigt: Dank verschiedener Filter können Bilder aufgehübscht werden.
Der Vorher-Nachher-Vergleich zeigt: Dank verschiedener Filter können Bilder aufgehübscht werden.

Im Prinzip hat Gründer Kevin Systrom mit dem Hochladen von Bildern in soziale Netzwerke das Rad nicht neu erfunden, aber er hat es so einfach wie nur möglich gemacht. Innerhalb von wenigen Klicks wird aus einem Schnappschuss ein echter Hingucker, verschiedene Filter stehen zur Auswahl. Statt erst eine Bildbebeitungs-App zu öffnen und das Bild dann bei Facebook oder Twitter zu teilen, kann das Foto direkt bei Instagram veröffentlicht und mit einem Häkchen auch noch in anderen sozialen Netzwerken geteilt werden. In unser schnelllebigen Gesellschaft zählt eben jede Sekunde.

2. Soziale Netzwerke haben unterschiedliche Funktionen

Ich teile, worüber ich mich freue - zum Beispiel ein schönes Foto vom Zwergotter-Nachwuchs im Tierpark Neumünster.
Ich teile, worüber ich mich freue - zum Beispiel ein schönes Foto vom Zwergotter-Nachwuchs im Tierpark Neumünster.
 

Bei der Fülle von sozialen Netzwerken kann man mittlerweile leicht den Überblick verlieren. Doch es zeigt sich: Facebook, Twitter und Co. können zwar im Kern das gleiche, werden aber unterschiedlich genutzt. Facebooks Grundgedanke ist, sich mit Freunden zu vernetzen. Bei Twitter sind Wortakrobaten gefragt. In nur 140 Zeichen muss man auf den Punkt kommen. Gut, das klappt nicht immer. Aber dann folgt eben der nächste Tweet im Stakato. Und Instagram? Das Netzwerk folgt dem Motto „Ein Bild sagt mehr als 1000 Worte“. Schönes wird geteilt.

3. Promis, Klatsch und Tratsch

Cathy Fischer, Freundin von Fußballer Mats Hummels, ist Deutschlands Selfie-Queen auf Instagram.
Cathy Fischer, Freundin von Fußballer Mats Hummels, ist Deutschlands Selfie-Queen auf Instagram.

Selbstdarstellung bleibt bei Instagram nicht außen vor. #Selfie wird besonders häufig benutzt. Ganz vorne dabei sind die Promis. Klatschnachrichten nennen immer häufiger Instagram als Quelle. Auf die Spitze treibt es dabei zum Beispiel Cathy Fischer, Freundin von Fußball-Spieler Mats Hummels. Ein Selfie folgt dem nächsten. Die Stars und Möchtegern-Sternchen nutzen Instagram, um sich ihren Fans zu präsentieren. Instagram bleibt aber nicht nur den Frauen vorbehalten. Zu den erfolgreichsten Instragram-Accounts zählen die der Fußballer Mario Götze, Mesut Özil und Jérôme Boateng.

4. Instagram inspiriert

Krümel-Monster-Muffins - eine witzige Idee.
Krümel-Monster-Muffins - eine witzige Idee.

Auf Instagram sieht man nicht die Beiträge von Nutzern, die man selbst abonniert hat. Wie bei Twitter werden Fotos mit „Hashtags“ (#) beschrieben. Diese Schlagworte erklären zum Beispiel, was auf dem Foto zu sehen ist. Nach „Hashtags“ kann bei Instagram gesucht werden. Ich brauche zum Beispiel neue Muffinrezepte. Unter #Muffins finden sich über eine Million Bilder. Die dazugehörigen Rezepte sind verlinkt. Ach, und ich wollte doch noch mit dem Marathon-Training starten. Wie machen das andere so? #marathontraining. Immerhin 324.683 Treffer.

5. Schleswig-Holstein bei Instagram

Die schöne Winterlandschaft in Nordfriesland ist bei Instagram zu bestaunen.
timm_7777/Instagram
Die schöne Winterlandschaft in Nordfriesland ist bei Instagram zu bestaunen.

Schleswig-Holstein geht digitale Trends gerne gemächlich an. Ein paar Norddeutsche haben aber schon Gefallen an Instagram gefunden. Unter #schleswigholstein finden sich inzwischen immerhin fast 20.000 Beiträge. Sucht man nach #Kiel, #Rendsburg, #Neumünster oder #Flensburg findet man nochmal deutlich mehr Fotos. Da lernt man seine Heimat auf eine ganz neue Weise kennen und entdeckt das eine oder andere schöne Ausflugsziel. In den vergangenen Tagen konnte man zum Beispiel tolle Winter-Impressionen entdecken. Auch bekannte Schleswig-Holsteiner nutzen Instagram. Die Handballer Christian Zeitz und Mattias Andersson veröffentlichen Bilder vom Training. Radiomoderator Volker Mittmann zeigt sich gerne mit seinen Studio-Gästen.

Fazit: Instagram ist kein Muss, kann aber Spaß machen. Wer gerne fotografiert oder sich inspirieren lassen will, dem wird die App gefallen. Während Facebook oder WhatsApp eher zur Kommunikation mit Freunden dienen und Twitter schnell Nachrichten verbreitet, ist Instagram ein Ort zur Entspannung - ein Bilderbuch zum Stöbern.

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