Computerspielmesse in Köln : Gamescom 2015: Videospiele treffen auf Popkultur

Tausende Besucher strömten im letzten Jahr zur „Gamescom“.
Tausende Besucher strömten im letzten Jahr zur „Gamescom“.

Nach den Konsolen und den offenen Spielewelten wird in diesem Jahr die virtuelle Realität einer der großen Trends der Spielemesse Gamescom sein. Mit einem immer größeren Rahmenprogramm wachsen Spiele- und Populärkultur bei der Videospielmesse weiter zusammen.

shz.de von
13. Juli 2015, 11:55 Uhr

Mehr Platz, mehr Aussteller, mehr Rahmenprogramm. Die Gamescom wird in diesem Jahr noch einmal größer. Mehr als 700 Aussteller zeigen vom 5. bis zum 9. August in den Kölner Messehallen auf rund 193.000 Quadratmetern die Neuigkeiten für Konsole, PC und mobile Plattformen. „Wir haben die Fläche noch mal deutlich vergrößern können“, sagt Kölnmesse-Geschäftsführerin Katharina Hamma. 335.000 Besucher kamen 2014 zur Gamescom, wie viele es in diesem Jahr sein werden, darüber können die Veranstalter nur spekulieren. Die Karten werden allerdings jetzt schon knapp. „Der Freitag und der Samstag sind bereits ausverkauft“, sagt Hamma. Wer an diesen Tagen noch mit einem Nachmittagsticket hinein will, muss mit Warteschlangen rechnen.

Nachdem es in den vergangenen Jahren um neue Konsolen und opulente Open-World-Spektakel ging, wird in diesem Jahr die virtuelle Realität (VR) ein wichtiges Thema sein. „Virtual Reality ist einer der großen Trends“, sagt Maximilian Schenk vom Bundesverband Interaktive Unterhaltungssoftware (BIU). Immer mehr Hersteller drängen in den Markt für immer realistischeres Spielen. Erste für den Endnutzer geeignete Geräte von Oculus, Sony oder HTC sind bald marktreif.

Im Jahr nach ihrer breiten Markteinführung kommen nun auch die Konsolenbesitzer endlich voll auf ihre Kosten. „Wir werden dieses Jahr Spiele sehen, welche die Hardware der neuen Konsolen voll ausreizen“, verspricht Schenk. Warners jüngst erschienenes „Batman: Arkham Knight“ ist ein erstes Beispiel für die Leistungsfähigkeit von Playstation 4 und Xbox One.

Eine auffällige Entwicklung über die vergangenen Jahre ist das Zusammenwachsen von Spielkultur und Populärkultur, wie Prof. Jörg Müller-Lietzkow von der Universität Paderborn festgestellt hat. „Die gesellschaftliche Akzeptanz ist gestiegen“, sagt er. Das spiegelt sich auch im Rahmenprogramm wieder. Mit dem Gamescom Festival strahlt die Messe erneut in die Stadt aus, wo auf mehreren Bühnen Musik und Programm geboten werden. Und auch auf dem Messegelände gibt es mit Cosplay, Videospielkonzerten, Retro-Gaming, vielen Mitmach-Aktionen und dem nun auch im Spielebereich immer populäreren Merchandising mehr als nur Games zu sehen.

„Spannend ist in diesem Jahr, dass das Rahmenprogramm auch hochattraktiv für Nichtspieler ist“, sagt Jörg Müller-Lietzkow. Es ist eben diese Mischung und das Zusammentreffen von Entwicklern, Forschern, Spielern und popkulturell interessierten Menschen, das für ihn als Erforscher der Spieleszene und -wirtschaft den besonderen Reiz der Gamescom ausmacht. „Wegen dieser Vielfalt fahre ich jedes Jahr wieder gerne nach Köln.“

Nach dem Fachbesuchertag am 5. August öffnen am Donnerstag, 6. August, die Türen für alle Besucher. Für Spielefans gibt es aber über sogenannte Wildcards die Möglichkeit, auch schon am Mittwoch in die Messehallen zu gelangen. Die Gamescom hat am Donnerstag und Freitag von 10 bis 20 Uhr geöffnet, am Samstag von 9 bis 20 Uhr. Sonntags öffnen die Hallen von 9 bis 18 Uhr.

Karten kosten im Vorverkauf 13 Euro für den Donnerstag sowie 17,50 Euro für den Sonntag. Freitag und Samstag sind bereits ausverkauft. Die Kinderkarte kostet immer 7 Euro.

Auch in diesem Jahr werden wieder Altersbändchen ausgegeben, damit an den Ständen besser auf die Einhaltung der Altersbegrenzungen für bestimmte Spiele geachtet werden kann.

> http://www.gamescom.de

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