Fligges Netzwelt : Gamer im Fokus der Cyberkriminellen

Schadsoftware kapert Speicherstände von Computerspielen und fordert Lösegeld.

shz.de von
13. August 2015, 10:34 Uhr

Programmierer von Schadsoftware kommen auf immer kreativere Ideen. Jüngstes Beispiel: „TeslaCrypt“. Der Virus hat eine ebenso perfide wie wirksame Methode. Einmal infiziert werden auf dem Computer sämtliche Daten mit bestimmten Dateiendungen verschlüsselt; .jpg bei Bildern zum Beispiel. Der Nutzer wird aufgefordert, für die gekaperten Daten ein Lösegeld zu zahlen. Und nicht selten sind die so wichtig, dass der eine oder andere zahlt.

Man stelle sich einmal den dunklen Keller – oder doch ein luxuriöses Loft? – vor, in dem die Hintermänner des Erpresserprogramms sitzen. Brainstorming. Im Raum steht die Frage: Welche Zielgruppe können wir besonders hart treffen? „Natürlich“, sagt da jemand. „Videospieler!“ Gesagt getan. Jüngst warnten Forscher vom IT-Sicherheitsunternehmen Kaspersky davor, dass vor allem Gamer im Fokus der Cyberkriminellen stehen.

Ihr Virus verschlüsselt vor allem kleine Dateien. Und damit sind besonders oft Speicherstände für Spiele betroffen. Umgerechnet 450 Euro Lösegeld werden fällig. Experten raten dringend davon hab, diese Summe zu zahlen. Es sei völlig offen, ob die Erpresser ihr Versprechen wahr machen. Sie glauben, für diese Erkenntnis reicht der gesunde Menschenverstand? Es sind schon Beziehungen an gelöschten Speicherständen zerbrochen.

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