Mutmaßlicher Missbrauch von Millionen Daten : Facebook-Skandal: Justizministerin Katarina Barley verlangt eine umfassende Aufklärung

Katarina Barley will die Facebook-Spitzen ins Ministerium einladen.

Katarina Barley will die Facebook-Spitzen ins Ministerium einladen.

Millionen Daten des Sozialen Netzwerks sollen eine entscheidende Rolle im US-Wahlkampf gespielt haben.

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22. März 2018, 13:38 Uhr

Berlin | Im Skandal um den mutmaßlichen Missbrauch von Millionen Facebook-Daten hat Justizministerin Katarina Barley die Spitzen von Facebook Europe für kommende Woche in ihr Ministerium eingeladen. Der Gründer des Sozialen Netzwerks, Mark Zuckerberg, hatte sich am Mittwoch bei den Nutzern entschuldigt.

 

„Ich verlange Aufklärung darüber, wie es zu diesem Vorgang kommen konnte, ob Nutzerinnen und Nutzer deutscher Accounts davon betroffen sind und was Facebook gedenkt zu tun, um die Wiederholung solcher Fälle zu verhindern“, sagte Barley am Donnerstag in Berlin. Barley sprach von einem „handfesten Skandal“.

Ab Inkrafttreten einer neuen EU-Verordnung im Mai könnten Bußgelder in Höhe von vier Prozent des weltweiten Jahresumsatzes verhängt werden, der bei Facebook bei 40 Milliarden Euro liege. „Das sind beträchtliche Summen“, sagte Barley.

Nutzer sollten zudem besser selbst entscheiden können, wie viel sie von ihrer Privatsphäre preisgeben. „Es muss die Möglichkeit geben, sehr gezielt und informiert zu sagen, in dieser oder jener Hinsicht bin ich einverstanden oder nicht“, sagte sie. Und: „Was wir vorhaben ist, dass wir die Algorithmen transparenter machen.“ Für Nutzer und Behörden solle klarer erkennbar sein, nach welchen solcher Programmcodes Unternehmen wirklich vorgehen.

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