Matthies`Netzwelt : Emojis bescheren Ruhm im Netz

Warum bekommt der eine mehr Likes auf seine Posts als der andere? Dazu gibt es neue Erkenntnisse.

maximillian_4317.jpg von
05. Dezember 2017, 11:08 Uhr

Emojis sind mehr als nur schmückendes Beiwerk. Sie können offenbar auch genügend Aufmerksamkeit auf sich ziehen, um ihren Versender berühmt zu machen. Eine neue Studie zeigt das Phänomen für die Foto-Plattform Instagram auf.

Die Autoren der „Instagram Emoji Study 2017“ fanden heraus: Posts mit mindestens einem Emoji erzielen im Schnitt 15 Prozent mehr Interaktionen als solche ohne Emojis. Das bedeutet nicht, dass ein Instagram-Post ohne Emoji wertlos ist, der Beitrag könnte aber schneller untergehen. Garniert mit einem Kotz-, Heul-, oder Lach-Emoji ist die Chance auf Interaktionen weitaus größer. Und es stimmt: Ein bunter Post ist doch viel schöner als ein nüchterner mit reinem Text. So einer knallt nicht. Die Aussagekraft spielt hierbei erstmal keine Rolle. Erfolgreiche Instagramer haben das verstanden.

Die Analyse von Quintly, einem Tool zur Erhebung von Daten in sozialen Medien, zeigt auch: Die Anzahl geposteter Emojis steigt mit der Anzahl der Follower. Während bei Accounts mit einem bis 1000 Followern im Schnitt 24 Prozent der Beiträge mit Emojis bestückt sind, klettert die relative Häufigkeit bei Nutzern mit einer Followeranzahl zwischen einer und zehn Millionen auf 83,88 Prozent. Doch was bringt uns das – außer schöne Posts?

Nichts. Neue Erkenntnisse über Gefühlsregungen liefern Emojis nicht, sondern sie verstärken höchstens bereits vorhandene. Sinnbildlich sind dafür die der Studie zufolge am häufigsten versendeten Emojis bei Instagram. Platz 3 belegt das Feuer. Auf Platz 2 landen pinke Herzen. Und – gar nicht mal so überraschend für einen Fotodienst – liegt auf Platz 1 die Kamera.

Indes braucht sich Instagram keine Sorgen vor einem Abebben der Emoji-Flut zu machen. Im Juli 2017 hatten 56,5 Prozent der untersuchten Profile mindestens einen Beitrag mit einem Emoji darin gepostet. Ein Plus von 3,04 Prozent gegenüber dem Januar. Und jetzt wissen ja auch Sie wie es geht – und könnten ein Instagram-Star werden.

zur Startseite

Diskutieren Sie mit.

Leserkommentare anzeigen