Startup „Neuralink“ : Elon Musk will menschliches Gehirn mit Computern vernetzen

Das Unternehmen SpaceX mit seinem Chef Elon Musk will Touristen eine Mondumrundung ermöglichen.
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Das Unternehmen SpaceX mit seinem Chef Elon Musk will Touristen eine Mondumrundung ermöglichen. Auch sonst schlägt Musk neue Wege ein – zum Beispiel bei der artifiziellen Intelligenz.

Zukunftstechnologie: Der Chef von Tesla und SpaceX arbeitet daran, Elektroden ins menschliche Gehirn zu pflanzen.

shz.de von
28. März 2017, 10:22 Uhr

Los Angeles | Tech-Milliardär Elon Musk erforscht laut einem Bericht des „Wall Street Journal“ in einer neuen Firma, wie das menschliche Gehirn direkt mit Computern vernetzt werden kann. Der 45-Jährige sei an dem Unternehmen Neuralink beteiligt, das entsprechende Elektroden entwickeln will, berichtete das „Wall Street Journal“ am Dienstag.

Musk, Chef des Elektroautobauers Tesla und der Weltraumfirma SpaceX, hatte bereits bei einem Konferenz-Auftritt im vergangenen Jahr gesagt, dass er künstliches Nervengewebe zum Verbinden mit Computern für eine wichtige Zukunftstechnologie halte. Das könne Menschen helfen, mit der künftigen künstlichen Intelligenz mitzuhalten, vor deren möglicher Übermacht Musk mehrfach warnte.

Musk sprach damals von einem „direkten Interface zur Hirnrinde“, insgesamt blieb er aber vage, und deshalb war unklar, ob es ein konkretes Projekt oder eine Technik-Fantasie ist. Musk will auch Menschen zum Mars bringen und schlug das Transport-System Hyperloop vor - eine Art riesige magnetbetriebene Rohrpost, die Menschen und Waren mit über 1000 Kilometern pro Stunde befördern soll. Mehrere Unternehmen versuchen derzeit, Hyperloop-Trassen zu bauen.

Das „Wall Street Journal“ sprach mit einem der Neuralink-Mitarbeiter, der sich als Mitglied des Gründerteams bezeichnete und eine Beteiligung von Musk an dem Projekt bestätigte. Die Firma sei aber noch in der „Embryo“-Phase, zitierte ihn das Blatt. Neuralink sei im vergangenen Juli in Kalifornien als Unternehmen zur Medizinforschung registriert worden. Nach Informationen der Zeitung sei auch über eine Investition mit dem Milliardär Peter Thiel gesprochen worden. Thiel, den Musk seit der gemeinsamen Gründung von Paypal kennt, ist einer der wenigen passionierten Unterstützer von US-Präsident Donald Trump im Silicon Valley.

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