Schaars Netzwelt : Der Dschungel und die Nerds

Jörn Schaar ist Journalist und Blogger in Schleswig-Holstein.
Jörn Schaar ist Journalist und Blogger in Schleswig-Holstein.

Wie RTLs Camp-Insassen das Internet erklären.

shz.de von
24. Januar 2015, 07:15 Uhr

Ich habe an dieser Stelle ja schon häufiger von „diesem Draußen“ geschrieben, dass uns Nerds immer ein wenig suspekt ist. Weder für die Pizzabestellung noch für die allermeisten anderen Einkäufe bis hin zu Lebensmitteln, Getränken und Klopapier muss man heute noch wirklich das Haus verlassen. Warum sollte man also? Nun ist gerade ungefähr Halbzeit beim Dschungelcamp auf RTL und das ist ja per se schon eine sehr merkwürdige Veranstaltung. Da gehen Leute freiwillig nicht nur in dieses „Draußen“, sondern auch noch da hin, wo es besonders „draußig“ ist: Sie schlafen unter freiem Himmel, sitzen am Feuer und essen komische Sachen. Das. Ist. Verrückt.

Unter uns Nerds war natürlich die Freude groß, als Camp-Insassin Tanja Anfang der Woche versuchte, ihrer Dschungel-Kollegin Patricia Blanco das Wort „Hashtag“ zu erklären: „Wenn du ein Bild hochlädst von einem Strand oder so, dann machst du zum Beispiel Hashtag Sonne. Manche laden auch ein Bild hoch, das gar keinen Sinn macht. Und dann schreiben die #Fashion #Tiffanyandco #Cartier... weißt du, was ich meine?“ Und auch aus 15848 km Entfernung konnte man deutlich sehen, dass Patricia nicht wusste, was Tanja meint.

Dabei ist es doch ganz einfach: Ein Hashtag ist ein Schlagwort unter dem man auf Onlinediensten wie Twitter, Facebook oder Instagram alle Beiträge zum gleichen Thema findet. Zum Beispiel #ibes für die Diskussion über „(I)ch (B)in (E)in (S)tar holt mich hier raus – und die ist manchmal unterhaltsamer als das was im Camp passiert. Aber eben nur manchmal.

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