Android und iOS : Den richtigen Browser fürs Smartphone finden

Surf-Alternativen: Die Auswahl an  mobilen Browsern  ist groß
Surf-Alternativen: Die Auswahl an mobilen Browsern ist groß

Zusatzfunktionen und oft mehr Sicherheit: Alternativen zum Standardbrowser auf Smartphones und Tablets bieten viele Vorteile. Eine Frage der Bedürfnisse.

Avatar_shz von
30. Dezember 2014, 10:11 Uhr

Alternativen zum Standardbrowser auf Smartphones und Tablets bieten viele Vorteile. Doch die Auswahl ist groß – so groß, dass die Entscheidung schwerfällt. Es ist eine Frage der Bedürfnisse:

Synchronisation: Sinnvoll kann es sein, mobil auf die gleiche Browserfamilie zu setzen wie am Notebook oder PC. „Diese können untereinander Einstellungen und Nutzerdaten synchronisieren“, erklärt Jo Bager von der Zeitschrift „c’t“. Lesezeichen oder offene Tabs sind so auf allen Geräten abrufbar.

Funktionen und Schnelligkeit: Wer Safari für iOS nutzt, finde kaum Argumente zum Wechsel, sagt Christian Schwalb von der Zeitschrift „Chip“. Auf Androiden biete dagegen Chrome den größten Funktionsumfang. Die Frage nach dem besten Browser lässt sich den Experten zufolge jedoch nicht pauschal beantworten. Man sollte deshalb verschiedene ausprobieren. Auch eine generelle Aussage zum schnellsten Browser sei nur schwer zu treffen. „Das kann sich immer wieder ändern“, sagt Schwalb.

Datenvolumen: Wer Datenvolumen sparen möchte, könnte sich für dem Opera Mini interessieren. „Er leitet Inhalte über Server beim Hersteller, die zum Beispiel Bilder komprimieren, um Daten zu sparen“, erklärt Bager. Seit Version 9 klappt das auch mit Videos. Und in den Einstellungen des Opera Mini kann nicht nur die Bildqualität bestimmt werden, das Laden von Fotos lässt sich auch komplett ausschalten.

Flash: Probleme kann bei mobilen Browsern das Abspielen von Flash-Videos bereiten. „Zum Glück rüsten viele Videoportale aber auf HTML5 um“, erklärt Schwalb. „HTML5-Videos werden immer mehr auch im Browser direkt angezeigt.“ Das gelte für Chrome, Firefox, Safari und Opera.

Sicherheit: Ein guter Grund, dem vorinstallierten Browser den Rücken zu kehren, kann der Aspekt Sicherheit sein. „Besonders wichtig ist, einen modernen und regelmäßig mit Updates versorgten Browser zu nutzen“, sagt Tim Griese vom Bundesamt für Sicherheit in der Informationstechnik (BSI). Im September 2014 wurde im AOSP genannten Standardbrowser älterer Android-Versionen eine Sicherheitslücke entdeckt. Google ersetzte daraufhin in der Android-Version 4.4 den AOSP-Browser, der meist am Weltkugel-Symbol zu erkennen ist, durch Chrome. Die Hersteller aktualisieren das Betriebssystem vieler älterer Androiden oft gar nicht mehr.  Der Weltkugel-Browser sollte also nicht mehr verwendet werden.

Grundsätzlich gilt für alle Browser: „Updates sollten immer kurzfristig installiert werden“, rät Griese. Denn Browser bieten auf jedem Betriebssystem eine große Angriffsfläche, weil mit ihrer Hilfe Daten aus externen Quellen verarbeitet werden. Alternative mobile Browser bieten den Vorteil, über den App-Store regelmäßig aktualisiert werden zu können. Darüber hinaus bringen sie unter Umständen auch weitere Komfort- und Sicherheitsfunktionen mit, erklärt Griese, etwa Filter zum Schutz vor Phishing-Seiten. Welcher Browser ist nun der sicherste? „Während unter Android immer wieder Sicherheitslücken entdeckt werden, gilt Safari unter iOS als sehr sicherer Browser“, sagt Schwalb. Aber auch Firefox, Chrome oder Opera seien bemüht, auftretende Sicherheitslücken sehr zeitnah zu beheben.

zur Startseite

Diskutieren Sie mit.

Leserkommentare anzeigen