Dreyklufts Netzwelt : Das weiß Google über mich

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Google ist eine Datenkrake. Aber was weiß Google wirklich über mich? Ein Selbstversuch.

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16. Dezember 2014, 15:20 Uhr

Wo war ich am 14. Dezember? In der Nähe von Cuxhaven. Am 25. Oktober? In Kopenhagen. Am 28. September? In Hamburg. Ich will jetzt weder mit meinen Reisen kokettieren noch mit meinem nicht vorhandenen Elefantengedächtnis. Ich will darauf hinweisen, dass ich mir das gar nicht gemerkt habe, sondern im Internet nachgeschaut. Keine Angst. Das kann nicht jeder, das geht nur mit Google-Passwort. Zugriff auf die Daten hat natürlich auch Google selbst. Und die NSA. Und jeder andere Geheimdienst mit Zugriff auf Google-Daten.

Probieren Sie es selbst aus. Wenn Sie ein Android-Smartphone besitzen oder ein iPhone mit Google-App, schickt dieses unentwegt Ortsdaten. Googlen Sie „Google Location History“. Geben Sie Ihre Google-Mailadresse ein und Ihr Passwort. Und Sie können Ihr persönliches Bewegungsprofil über Monate nachvollziehen. Google weiß, was Sie letzten Sommer gemacht haben. Man kann in seinem eigenen Bewegungsbild wunderbar herumsurfen mit schönen „Ach ja, da …“-Effekten.

Doch Google weiß nicht nur, wo ich war, sondern hat auch meine sonstigen Aktivitäten gespeichert. Der Konzern bemüht sich einigermaßen um Transparenz, wenn man weiß, wo man die Informationen findet. „Google Dashboard“ googlen, und man bekommt alle Aktivitäten und Konten bei Google angezeigt. Und bei „Google Anzeigeneinstellungen“ findet man, was Google glaubt, sonst so über einen zu wissen (etwa, dass ich älter als 65 bin). Das lässt sich dann auch ändern.
Wer jetzt Angst bekommt, dass die eigenen Google-Zugangsdaten in falsche Hände geraten könnte: „Google Anmeldung in zwei Schritten“ googlen, das schafft Datensicherheit. Oder aufhören zu googlen.

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