Fligges Netzwelt : Das Kinderzimmer der Dinge – Datenleck bei vernetztem Spielzeug

<p>Das sprechende Kuscheltier soll die Kommunikation zwischen Eltern und Kindern erleichtern.</p>
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Das sprechende Kuscheltier soll die Kommunikation zwischen Eltern und Kindern erleichtern.

Immer häufiger landet vernetztes, aber schlecht gesichertes Spielzeug auf den Geschenketischen. Ein Fest für Hacker.

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02. März 2017, 10:35 Uhr

Die Zeiten von Holzspielzeug für die Kleinsten sind wohl gezählt. Selbst Kuscheltiere sind heute mit Elektronik vollgestopft und vernetzt. Und wie bei nahezu allen Anwendungsbereichen des „Internets der Dinge“ finden sich Beispiele mit katastrophalen Sicherheitslücken. Aktuell sind es Teddys der US-Marke „Spiral Toys“. Bei den sogenannten Cloud Pets können zum Beispiel Eltern über eine App Nachrichten einsprechen. Das Plüschtier gibt diese dann per Lautsprecher wieder.

Nur dürfte es ein Albtraum für alle Eltern sein, wenn sich Hacker in diese Kommunikation einklinken. Wie Sicherheitsexperten herausfanden, war die Kundendatenbank schlecht gesichert. Das berichtet das Magazin „Motherboard“. Auch viele Nutzer haben nicht mitgedacht und Passwörter wie „123456“ gewählt. Leichtes Spiel für Hacker.

Das Beispiel zeigt, dass gerade in sensiblen Bereichen wie einem Kinderzimmer gegenüber vernetzten Geräten äußerste Skepsis geboten ist. Die Frage ist aber auch: Will man wirklich, dass ein niedlicher Teddybär zum Beispiel den abwesenden Vater ersetzt? Es ist schön, dass Technologie Distanzen überbrückt. Am Ende könnten Erfindungen wie diese aber auch dazu führen, dass sie zum Ersatz für den direkten Austausch mit dem eigenen Kind werden.

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