Freies WLan : Bundesrat sieht Freifunk-Initiativen als gemeinnützig

Mehr als 36.000 Freifunk-Knotenpunkte gibt es deutschlandweit bereits.
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Deutschlandweit sind Freifunk-Initiativen aktiv.

Freifunker sind von Spenden abhängig, dürfen aber nicht alle Kosten damit finanzieren.

shz.de von
10. März 2017, 17:02 Uhr

Berlin | Sie sorgen für freies WLan in Städten und Gemeinden und versorgen auch soziale Einrichtungen oder Flüchtlingsunterkünfte mit frei zugänglichem Internet – doch ohne Einschränkungen als gemeinnützig anerkannt ist die Arbeit der Freifunk-Initiativen noch nicht. Am Freitag hat der Bundesrat den Weg dorthin geebnet und sich dafür ausgesprochen, Initiativen in die Abgabenordnung aufzunehmen. Das berichtet Netzpolitik.org.

Ende Februar hatte der Schleswig-Holsteinische Landtag einem Antrag der Piratenfraktion zugestimmt, die Bundesratsinitiative Nordrhein-Westfalens und Thüringens zu unterstützen. Nach dem Beschluss im Bundesrat müssen nun Bundestag und Bundesregierung über die Änderung der Abgabenordnung entscheiden.

Mit einer Änderung stünden den Freifunkern nicht nur mehr Möglichkeiten für die Sammlung von Spenden offen. Auch in deren Verwendung wären sie freier. So würde es mit einem Beschluss möglich, auch die Bereitstellung von Server-Infrastrukturen über Spenden zu finanzieren – ein großer Kostenfaktor für die Bürgerfunk-Initiativen.

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