Hitzewelle in Deutschland : Wie der Wassermangel dem Norden zu schaffen macht

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Die aktuelle Entwicklung birgt Gefahren – auch für die Ernten.
Die aktuelle Entwicklung birgt Gefahren – auch für die Ernten.

Während 2018 ganz Deutschland unter extremer Dürre litt, ist das Land in diesem Jahr bei der Trockenheit zweigeteilt.

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25. Juni 2019, 14:54 Uhr

Flensburg | Die Situation ist Nord- und Ostdeutschland sei zu Beginn des Sommers ungünstig, sagt Klimaforscher Andreas Marx vom Helmholtz-Zentrum für Umweltforschung (UFZ). "Es fehlt Regen." Aus dem Wassermangel im Boden können sich erhebliche Probleme ergeben, vor allem für die Landwirtschaft, die Wälder und die Frachtschifffahrt etwa auf der Elbe.
 

Im Norden und Osten sei der Boden bis 25 Zentimeter Tiefe zu trocken. Das sei vor allem für die Felder schwierig, erläutert Marx. In tieferen Bodenschichten bis 1,80 Meter zeigt der Monitor sogar großflächig eine außergewöhnliche Dürre an. Das führe zu erhöhter Waldbrandgefahr und lasse die Bäume weniger widerstandfähig gegen Schädlinge werden. Wegen des niedrigen Wasserstands in kleineren Seen breiteten sich dort zudem Algen aus.

Man dürfe die Lage aber nicht überdramatisieren, sagt Marx. Mit 2018 sei das aktuelle Jahr nicht zu vergleichen. "2018 war ein Extremereignis. Und Extremereignisse sind sehr selten, vor allem in aufeinanderfolgenden Jahren." Auch wenn aktuell wieder Hitze und Trockenheit herrschten, dürfe man nicht davon ausgehen, dass sich die Dürre vom vorigen Jahr einfach wiederhole.

Auch die Jahre 1974 bis 1976 seien sehr trocken gewesen, sagt der Klimaforscher. Gravierende wirtschaftliche Schäden habe es aber nur in einem der Jahre gegeben. Danach habe sich die Lage wieder entspannt. Der Dürremonitor ist ein Berechnungsmodell für die Bodenfeuchte. Die UFZ-Forscher können dort für jeden einzelnen Tag seit 1951 die Feuchtigkeit im Boden darstellen. Als Dürre gilt, wenn die 20 Prozent der trockensten Werte erreicht werden.

Bodenfeuchte lasse sich besser berechnen als messen. Wenn man Messgeräte in den Boden eingrabe, verändere man zugleich den Boden und verzerre damit die Ergebnisse, erläutert Marx. Die Daten der UFZ-Forscher werden unter anderem von Land- und Forstwirtschaft für die Einschätzung der Lage verwendet.

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