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Warnstreik bei der Bahn : Zugausfälle am Montagabend erwartet

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Unsichere Tage für Reisende: Auch bei der Bahn starten Beschäftigte jetzt Warnstreiks. Am Abend müssen sich Fahrgäste auf Zugausfälle einrichten.

shz.de von
erstellt am 01.Sep.2014 | 07:37 Uhr

Berlin | Nach den Piloten bei der Lufthansa ziehen auch Lokführer bei der Bahn in den Arbeitskampf. Von dem für Montagabend angekündigten Warnstreik ist nach Gewerkschaftsangaben auch der Norden flächendeckend betroffen. Zugausfälle werde es im Fernverkehr, im Regionalverkehr und bei den S-Bahnen sowie im Güterverkehr geben, sagte der Bezirksvorsitzende der Gewerkschaft Deutscher Lokomotivführer (GDL), Hartmut Petersen.

Die Lokführer wollen ihre Arbeit zwischen 18 und 21 Uhr in Hamburg, Schleswig-Holstein und Mecklenburg-Vorpommern niederlegen. Petersen rechnet damit, dass sich im Norden zwischen 70 und 80 Prozent der GDL-Mitglieder an dem Warnstreik beteiligen werden. Zum Warnstreik aufgerufen sind neben Lokomotivführern unter anderem Lokrangierführer und Zugbegleiter.

Der Ausstand betreffe bundesweit alle Verkehrsgesellschaften, auch den Fern-, Regional- und S-Bahn-Verkehr, sagte GDL-Streikleiter Thomas Gelling der Nachrichtenagentur dpa in Frankfurt. „Wir rechnen mit ganz erheblichen Ausfällen.“ Regionale Schwerpunkte gebe es nicht.

Die Deutsche Bahn AG in Hamburg zeigte sich von der Streikankündigung auch für den Personenverkehr überrascht. Am Mittag wollte die Bahn in Berlin über ihr weiteres Vorgehen beraten. Sie forderte die GDL dazu auf, ihren Warnstreik-Aufruf zurückzunehmen. Das Unternehmen habe der GDL am Morgen ein neues Tarifangebot vorgelegt, teilte Bahn-Personalvorstand Ulrich Weber mit. Es enthalte die Bereitschaft, über alle Tarifforderungen der GDL für Lokomotivführer zu verhandeln.

Die GDL hatte jedoch nicht nur für die rund 20.000 Lokführer, sondern auch für 17.000 andere Beschäftigte des Zugpersonals Forderungen erhoben. Sie verlangt für sie alle fünf Prozent mehr Geld und eine um zwei Stunden verkürzte Wochenarbeitszeit.

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