Zu niedrige Löhne: Fachkräfte wandern aus dem Norden ab

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25. Juni 2014, 13:58 Uhr

Der Deutsche Gewerkschaftsbund im Norden warnt vor einer Abwanderungswelle qualifizierter Fachkräfte wegen des großen Lohngefälles. Mecklenburg-Vorpommern verzeichne neben Thüringen mit 15 Euro den geringsten Bruttostundenverdienst bundesweit, sagte DGB Nord-Chef Uwe Polkaehn gestern in Hamburg. Schleswig-Holstein ist mit einem Stundenverdienst von 18,17 Euro Schlusslicht im alten Bundesgebiet. Polkaehn berief sich auf jüngste Angaben des Statistischen Bundesamtes. „Mit Niedriglohn lockt man keine Fachkräfte an“, warnte Polkaehn. So liegen die Löhne in industriestarken Bundesländern wie Hessen oder Baden-Württemberg mit gut 21 Euro ein Drittel höher. In Nachbarschaft zu den norddeutschen Flächenländern zahlt Hamburg mit 22,12 Euro die bundesweit höchsten Verdienste. Folge: Jeder vierte Uni-Absolvent will Schleswig-Holstein verlassen; Hamburg verzeichnet hingegen einen massiven Zuzug.

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