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Neue Banknote ab 23. September : Zehn-Euro-Schein bald im Geldbeutel

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In wenigen Tagen kommt die zweite Generation der Zehn-Euro-Note in Umlauf. Damit wollen Notenbanken Fälscherbanden die Arbeit erschweren. Probleme an Automaten soll es anders als beim Fünfer nicht mehr geben.

Frankfurt/Main | Farbenfroher, haltbarer und vor allem sicherer: Wenn die Menschen in Deutschland und anderen Euroländern ab dem 23. September Geld abheben, kann ihnen eine neue Banknote in die Hände kommen. Europas Notenbanken bringen die zweite Generation des Zehn-Euro-Scheins unters Volk. „Wir haben dann einen besseren Schutz vor Fälschungen. Damit stärken wir das Vertrauen der Bevölkerung in die gemeinsame Währung“, sagt Bundesbank-Vorstand Carl-Ludwig Thiele. Längst laufen die Vorbereitungen für die Einführung des Scheins der „Europa-Serie“, der das Porträt der mythologischen Figur im Wasserzeichen und im Hologramm tragen wird. 4,3 Milliarden Banknoten sind gedruckt, die ab diesem Monat über Geldautomaten und Kassenschalter oder als Wechselgeld bei den Verbrauchern landen.

Automatenbetreiber und Banken werden schon seit neun Monaten geschult - denn das Chaos vom Mai 2013 soll sich nicht wiederholen. Seinerzeit landete die neue Fünf-Euro-Note zwar in den Portemonnaies der Verbraucher. Doch an vielen Automaten in ganz Europa konnten die Menschen ihren Fahrschein oder das Parkticket damit nicht bezahlen. Prominentestes Beispiel war die Deutsche Bahn: Etliche Fahrkartenautomaten nahmen die Fünfer anfangs nicht an, weil das Software-Update zu spät und dazu fehlerhaft geliefert wurde. Thiele ist überzeugt: Die Beteiligten haben aus ihren Erfahrungen gelernt. Deshalb erwartet er nun eine weitgehend reibungslose Umstellung. Die Deutsche Bahn habe schon Ende August alle Fahrkartenautomaten auf den Bahnhöfen vorbereitet. Allerdings sei nicht auszuschließen, dass Geräte ohne „Datenferngriff“ - das seien jene, die direkt in Zügen angebracht sind - den neuen Zehner zunächst nicht akzeptierten. Hingegen dürften Raucher oder Autofahrer beim Bezahlen im Parkhaus den neuen Schein fast überall einsetzen können: Der Bundesverband der Tabakwaren-Großhändler und Automatenaufsteller habe zugesagt, dass zum Stichtag 95 Prozent aller Maschinen den neuen Zehner akzeptieren werden, betont die Bundesbank. Gleichzeitig stellt Thiele aber klar, dass die Notenbank eine 100-prozentige Umstellung nicht garantieren kann: „Die Anpassung der Automaten liegt in der Verantwortung der Betreiber.“

Ihre alten Scheine müssen Verbraucher jetzt nicht noch schnell ausgeben: Sie bleiben Zahlungsmittel und werden erst nach und nach aus dem Verkehr gezogen. Für die Notenbanken halten sich aus die Umstellungskosten im Rahmen, betont Bundesbank-Bargeld-Experte Franz-Josef Behringer. Zwar sei die „Europa-Serie“ wegen ihrer stärkeren Farbe und ihrer Lackbeschichtung im Druck etwas teurer als die Vorgängergeneration: „Durch die Beschichtung halten die Noten aber auch länger, der Ersatzbeschaffungsbedarf dürfte sinken.“ Damit blieben die Kosten in etwa gleich. Im Schnitt kostet der Druck einer Geldnote etwa 8 Cent.

Die zweite Generation des 10-Euro-Scheins hat verbesserte Sicherheitsmerkmale.
Die zweite Generation des 10-Euro-Scheins hat verbesserte Sicherheitsmerkmale. Foto: dpa

An den Sicherheitsmerkmalen der „Europa-Serie“ haben Experten lange getüftelt. Denn die Währungshüter wollen Geldfälschern einen Schritt voraus sein. Im ersten Halbjahr 2014 wurden europaweit 331.000 Blüten aus dem Verkehr gezogen. „Gemessen an den mehr als 16 Milliarden echten Euro-Banknoten, die in den ersten sechs Monaten des Jahres in Umlauf waren, ist der Anteil der Fälschungen sehr gering“, erklärt die EZB. In Deutschland ist das Risiko noch kleiner. Hier kommen sechs falsche Banknoten auf 10.000 Einwohner, im Euroraum zwanzig. Dabei setzen die Kriminellen vor allem auf Zwanziger und Fünfziger. Hingegen wurden nur 154 falsche Fünfer der „Europa-Serie“ beschlagnahmt. Der Schaden sei mit 770 Euro überschaubar, betont Thiele. Doch der Leiter des Nationalen Analysezentrums der Bundesbank, Rainer Elm, weiß auch: „Das Aufkommen der falschen Fünfer hat sich mit der neuen Serie nicht verändert.“ Doch die Qualität dieser Blüten sei meist schlecht. Man könne sie eigentlich nicht mit einer echten Banknote verwechseln. Dass die Neuauflage der Noten trotzdem mit dem niedrigsten Nennwert begann, hat einen Grund: Fünfer und Zehner wechseln am häufigsten den Besitzer und gehen am schnellsten kaputt. Daher ist die längere Haltbarkeit der „Europa-Serie“ bei diesen kleinen Stückelungen besonders wichtig. Um die Verbraucher nicht zu verwirren, folgen die weiteren Noten im Wert aufsteigend der Reihe nach. Nach dem Zehner also der Zwanziger - voraussichtlich in etwa 18 Monaten.

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erstellt am 11.Sep.2014 | 15:37 Uhr

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