Verkehrsministerium : Zahl der Zugausfälle gestiegen

Aus der Antwort der Bundesregierung geht hervor, dass die Zugausfälle nicht in die Pünktlichkeitsstatistik der Bahn einfließen.
Aus der Antwort der Bundesregierung geht hervor, dass die Zugausfälle nicht in die Pünktlichkeitsstatistik der Bahn einfließen.

Die Zahl der Zugausfälle in Deutschland ist nach einem deutlichen Rückgang 2016 im vergangenen Jahr wieder gestiegen. Knapp 43.000 Zugverbindungen wurden gestrichen, im Jahr zuvor waren es nur 37.000.

shz.de von
07. Mai 2018, 13:34 Uhr

Das geht aus einer Antwort der Bundesregierung auf eine parlamentarische Anfrage der Grünen-Fraktion hervor, die die Fraktion veröffentlichte.

Demnach gab es 2014 knapp 78.000 Zugausfälle, im Jahr 2015 waren es gut 76.000. Zuvor hatte die «Rheinischen Post» (Montag) darüber berichtet.

Nimmt man die 97.000 Teilausfälle hinzu, bei denen ein Zug nicht bis zum fahrplanmäßigen Zielort gefahren ist, kommt man im vorigen Jahr auf knapp 140.000.

Das entspricht nach Angaben der Bundesregierung, die in ihrer Antwort Zahlen der Deutschen Bahn wiedergibt, etwa einem Prozent aller Züge. Eine Bahnsprecherin nannte als Hauptgründe für die Ausfälle die Herbststürme und «Eingriffe in den Bahnverkehr durch Dritte».

Aus der Antwort der Bundesregierung geht hervor, dass die Zugausfälle nicht in die Pünktlichkeitsstatistik der Bahn einfließen. «Die DB AG hat mitgeteilt, dass der Anteil vollständig oder teilweise aufeinem Streckenabschnitt ausgefallener Züge innerhalb derStatistik der Deutschen Bahn AG von der Grundgesamtheit allerplanmäßig verkehrender Züge im Personenverkehr abgezogen werde», schreibt das Bundesverkehrsministerium.

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