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Fischereitag in Rostock : Wissenschaftler erörtern Nutzung von Beifängen

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Die Nutzung unerwünschter Beifänge in der Meeresfischerei beschäftigt die Teilnehmer des Fischereitages in Rostock. Wissenschaftler wollen Möglichkeiten vorstellen, den Fisch für die menschliche Ernährung zu nutzen.

Rostock | Auf dem Deutschen Fischereitag in Rostock befassen sich die Meeresfischer am Mittwoch (9 Uhr) weiterhin mit dem Verbot, unerwünschte Beifänge zurück ins Wasser zu werfen. Wissenschaftler erörtern technologische Lösungen, um solche Fische für die menschliche Ernährung nutzbar zu machen. Bisher darf aus diesen Beifängen nur Fischmehl für Tierfutter hergestellt werden. Fischer kritisieren, dass auch überlebensfähige Jungfische mit an Land genommen werden müssen. Die Beifänge werden den Fischern auf ihre Fangquoten angerechnet, was die Erlöse schmälert. Die EU will damit erreichen, dass es Fischer durch noch selektivere Fangmethoden ganz vermeiden, andere als die zugelassenen Fischarten zu fangen.

Thema der Binnenfischer und der Betreiber von Teichwirtschaften ist unter anderem Garnelenzucht. In Grevesmühlen in Nordwestmecklenburg produziert seit diesem Jahr die einzige Aquakulturanlage in Deutschland Riesengarnelen, die ausschließlich frisch vermarktet werden. Die wichtigsten Fischarten in den 3500 Teichwirtschaften sind Karpfen und Forellen, wie der Präsident des Verbandes der Deutschen Binnenfischerei und Aquakultur, Bernhard Feneis, sagte. Zusammen mit den Aquakulturanlagen für Muscheln und Krustentiere produzieren diese Betriebe rund 40.000 Tonnen Fisch und Meeresfrüchte im Jahr.

Die Teichwirtschaften leisten Feneis zufolge zudem einen wichtigen Beitrag zum Natur- und Umweltschutz. In den Teichlandschaften seien viele Tier- und Pflanzenarten zu finden, die auf der Roten Liste stünden. Feneis kritisierte, der Naturschutz würde „an der Wasseroberfläche enden“. Fischfressende Kormorane und Fischotter würden per Gesetz geschützt, die Fische jedoch nicht.

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erstellt am 26.Aug.2015 | 07:33 Uhr

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