Neue Studie : Wirtschaftlicher Aufschwung in Deutschland – aber nicht für alle

<p>Die Wirtschaft wächst seit Jahren – doch nicht alle profitieren davon. </p>

Die Wirtschaft wächst seit Jahren – doch nicht alle profitieren davon.

„Die Armen werden immer ärmer, die Reichen immer reicher“: Eine neue Studie scheint diesen Spruch zu belegen.

shz.de von
24. Mai 2018, 07:38 Uhr

Berlin | Der anhaltende Wirtschaftsaufschwung in Deutschland kommt einer Studie zufolge bei weitem nicht bei allen Bürgern an. Demnach sind zwischen 1991 und 2015 die realen verfügbaren Einkommen der privaten Haushalte im Schnitt um 15 Prozent gestiegen. Davon haben laut Untersuchung die meisten Einkommensgruppen profitiert – aber nicht die untersten. Das geht aus einer Untersuchung des Deutschen Instituts für Wirtschaftsforschung (DIW Berlin) hervor, die am Donnerstag veröffentlicht wird. Basis sind die aktuellesten verfügbaren Daten der Längsschnittstudie Soziooekonomisches Panel.

Schwere wird größer

Deutschland geht ins neunte Wachstums-Jahr in Folge. Bundesregierung und führende Forschungsinstitute erwarten einen fortgesetzen wirtschaftlichen Aufschwung in Deutschland. Die Arbeitslosigkeit soll Prognosen zufolge weiter zurückgehen. Zwischen 1991 und 2015 allerdings waren bei den zehn Prozent der Personen mit den niedrigsten Einkommen, die monatlich im Durchschnitt real über rund 640 Euro verfügen, laut Studie die Haushaltseinkommen rückläufig. Demgegenüber stiegen die realen Einkommen der Top-Verdiener zwischen 1991 und 2015 im Schnitt um 30 Prozent.

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