Windradbauer Vestas trennt sich von fünf deutschen Managern

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25. März 2014, 13:22 Uhr

Der dänische Windradbauer Vestas und der bisherige deutsche Vertriebschef Andreas Eichler gehen künftig getrennte Wege. Mehrere Mitarbeiter, darunter auch Eichler, seien nicht mehr bei dem Unternehmen beschäftigt, sagte ein Vestas-Sprecher gestern in Kopenhagen. Zuvor hatte der Branchendienst BIZZ energy today unter Berufung auf eine Vestas-Sprecherin berichtet, der Windradhersteller habe fünf Top-Manager wegen „Compliance-Vorwürfen“ – schwere Regelverstöße – mit sofortiger Wirkung entlassen. Branchenkreise spekulierten danach über einen möglichen Korruptionsskandal. Anders sei das dramatische Durchgreifen der dänischen Unternehmensführung und die gleichzeitige Entbindung der fünf Manager von ihren Posten kaum zu erklären.

Auf Anfrage unserer Zeitung bat Andreas Eichler um Verständnis, dass er sich zum gegenwärtigen Zeitpunkt wegen des laufenden Verfahrens nicht zur Sache äußern werde. Allerdings trat er Medienberichten entgegen, wonach er sich etwas habe zu Schulden kommen lassen. Gegen solche Vorwürfe werde er sich juristisch zur Wehr setzen, kündigte Eichler an.

Der Vestas-Sprecher kommentierte nicht, ob die Manager auf eigenen Wunsch gegangen oder entlassen worden seien. „Vestas betrachtet dies als Angelegenheit zwischen dem Unternehmen und den betroffenen Angestellten, und deshalb haben wir keine weiteren Kommentare.“ Eichler war bis zur Trennung Vizepräsident und Chef des Vertriebs von Vestas Deutschland und ist Vizepräsident der Industrie- und Handelskammer Flensburg.

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