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Westdeutsche Textilarbeiter bekommen mehr Geld

vom
Aus der Redaktion des Flensburger Tageblatts

shz.de von
erstellt am 13.Nov.2014 | 15:41 Uhr

In der dritten Tarifrunde für die etwa 100 000 Beschäftigten der westdeutschen Textilindustrie – davon etwa 1600 in Schleswig-Holstein – haben sich Arbeitgeber und IG Metall geeinigt. Für Januar bis Mai 2015 seien Einmalzahlungen von 60 Euro pro Monat vorgesehen, teilte der Gesamtverband der deutschen Textil- und Modeindustrie mit. Zum 1. Juni 2015 steigen die Vergütungen dann um einen Sockelbetrag von 60 Euro im Monat und zum 1. Juni 2016 um weitere 2,4 Prozent. Der Arbeitgeberverband bezifferte das Volumen der zweistufigen Erhöhungen auf 5 Prozent. Um der unterschiedlichen Situation der einzelnen Betriebe Rechnung zu tragen, seien aber auch Öffnungsklauseln vereinbart worden. Der Tarifvertrag läuft den Angaben zufolge bis zum 31. Januar 2017. Außerdem wurde ein Altersteilzeit-Tarifvertrag abgeschlossen, wonach bis zu zwei Prozent der Beschäftigten eines Betriebes Altersteilzeit in Anspruch nehmen können. Wolfgang Brinkmann, Verhandlungsführer der Arbeitgeberseite, ließ mitteilen: „Wir haben ein Ergebnis erzielt, das für die meisten unserer Betriebe die Grenze der Belastbarkeit markiert.“ Dagegen erklärte Meinhard Geiken, Bezirksleiter der IG Metall Küste: „Die hohe Beteiligung an den Warnstreiks hat Wirkung gezeigt, mit dem Tarifabschluss werden die Beschäftigten fair beteiligt.“ Am Dienstag hatten sich in Elmshorn 250 Beschäftigte aus Schleswig-Holstein an einem Warnstreik beteiligt.

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