Weniger neue Lehrverträge abgeschlossen

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05. Mai 2014, 15:42 Uhr

Für Betriebe in Schleswig-Holstein wird es immer schwieriger geeigneten Nachwuchs zu finden – die Zahl neu abgeschlossener Ausbildungsverträge geht zurück. Die drei Industrie- und Handelskammern (IHK) in Schleswig-Holstein haben bis Ende April 3900 Lehrverträge für die Bereiche Industrie, Handel und Dienstleistungen eingetragen. Das waren gut drei Prozent weniger als zum gleichen Zeitpunkt des Vorjahres, teilte die IHK gestern mit. „Günstige Konjunkturentwicklung und Bewerberrückgang verschärfen den Wettbewerb der Unternehmen um geeignete Ausbildungsbewerber“, sagte die Präsidentin der IHK Schleswig-Holstein, Friederike C. Kühn. Auch eine höhere Quoten von Abiturienten sowie den „Akademisierungstrend“ führte Kühn als Gründe für eine erschwerte Bewerbersuche an.

Um für die schwierigere Bewerbersuche gerüstet zu sein, arbeiteten viele Betriebe ihr zufolge an einem verbesserten Ausbildungsmarketing und suchten frühzeitig Kontakt zu Schulen. Die Kammern wiederum bemühen sich nach eigenen Angaben um das Schaffen neuer Ausbildungsplätze und warben seit Januar 248 neue Betriebe mit 360 neuen Lehrstellen. In der IHK-Lehrstellenbörse bieten Unternehmen aus Schleswig-Holstein derzeit fast 2500 Ausbildungsplätze an.

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