Weniger Inhalt bei Süßigkeiten in Weihnachtspackungen

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21. November 2013, 00:31 Uhr

Kunden müssen sich beim Kauf von weihnachtlich verpackten Süßigkeiten auf deutlich überhöhte Preise einstellen. Und das bei sinkenden Inhaltsmengen. Davor warnt die Verbraucherzentrale Schleswig-Holstein. „Aufwändige Geschenkverpackungen verteuern den Inhalt in der Spitze bis zu 220 Prozent“, kritisierte Gudrun Köster, für den Verbraucherschutz verantwortlich für die Bereiche Lebensmittel und Ernährung. Sie verglich Naschereien in Stern-, Glocken- oder Tannenbaumform mit den Preisen der Standardpackungen. 2008 lag die Differenz noch bei 74 Prozent. Den unrühmlichen Spitzenplatz vergibt die Verbraucherzentrale dem italienischen Süßwarenhersteller Ferrero: Für eine Packung „Küsschen“ in Geschenkverpackung mussten Verbraucher 4,54 Euro pro 100 Gramm zahlen. Im selben Geschäft kostete das Produkt in Standardverpackung 1,40 Euro pro 100 Gramm. Auch den Handel nehmen die Verbraucherschützer in die Pflicht: „Teilweise verschwindet die reguläre Ware zu den Aktionszeiträumen ganz aus den Läden“, sagt Köster. Sie fordert außerdem, dass der Grundpreis deutlich sichtbar abgedruckt wird. Erst kürzlich kritisierte die Verbraucherzentrale Hamburg die Hersteller von Adventskalendern. Auch hier würden die Süßigkeiten oft mindestens zweieinhalb Mal so viel wie gleiche Ware in normaler Verpackung kosten.

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