Bilanz : Weniger Anzeigen sorgen bei Gruner + Jahr für Umsatzeinbußen

Die Einnahmen des Verlages sanken den Angaben zufolge im Vergleichszeitraum um 5,6 Prozent auf 701 Millionen Euro.

shz.de von
30. August 2018, 13:15 Uhr

Hamburg/Gütersloh | Geringere Anzeigenerlöse im Printmarkt und der Verkauf des Zeitschriftengeschäfts in den Niederlanden haben beim Hamburger Zeitschriftenverlag Gruner + Jahr Umsatz und operativen Gewinn gedrückt. Vor allem die Automobilindustrie habe sich im ersten Halbjahr mit dem Schalten von Zeitschriftenanzeigen zurückgehalten, erklärte der Vorstandschef der G+J-Mutter Bertelsmann, Thomas Rabe, am Donnerstag in Gütersloh.

So sank der Umsatz den Angaben zufolge im Vergleichszeitraum um 5,6 Prozent auf 701 Millionen Euro. Der operative Gewinn (Ebitda) vor Zinsen, Steuern und Abschreibung sei um mehr als 13 Prozent auf 51 Millionen zurückgegangen. Bertelsmann hält seit 2014 alle Anteile an Gruner + Jahr.

„JWD“ mit Joko Winterscheidt zunächst mit Verlusten

Der Hamburger Verlag („Stern“, „Brigitte“, „Geo“) baut seit Jahren sein Verlagsgeschäft um und hat sich zuletzt komplett aus den Niederlanden zurückgezogen. In Deutschland trennte er sich von seinen Anteilen am Titel „Gracia“ und verlor damit wie geplant Umsatz. Der Anlauf neuer Titel wie „Guido“ mit Guido Maria Kretschmer, „Dr. v. Hirschhausens stern Gesund Leben“ und „JWD“ mit Joko Winterscheidt verschlingt vorerst Investitionskosten.

In den Kernmärkten in Deutschland und Frankreich habe Gruner + Jahr beim Digitalgeschäft zugelegt. Der Anteil am Gesamtumsatz liege jetzt bei 26 Prozent, so der Verlag. Das Geschäft mit Printanzeigen und Vertrieb sei allerdings auch hier zurückgegangen.

zur Startseite

Diskutieren Sie mit.

Leserkommentare anzeigen