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Abgas-Skandal : Welche Marken sind betroffen? KBA lässt Autobesitzer im Unklaren

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Aus der Redaktion des Flensburger Tageblatts

Das Kraftfahrt-Bundesamt misst auch bei anderen Herstellern auffällige Werte. Doch es gibt mehr Fragen als Antworten. Ein Kommentar von Stefan Beuke.

Das Kraftfahrt-Bundesamt (KBA) ist nicht für seine offensive Informationspolitik bekannt. Vielmehr werkelt die Behörde in Flensburg am liebsten unter Ausschluss der Öffentlichkeit. Auch wenn es den Verantwortlichen der Behörde schwer fällt: Seit Bekanntwerden des VW-Abgas-Skandals hat beim KBA eine neue Zeitrechnung begonnen. Die Bürger wollen wissen, was mit ihren Autos ist. Sie wollen wissen, wer wie manipuliert hat. Sie wollen Informationen. Das ist ihr Recht. Das KBA steht in der Pflicht.

Das Amt scheint nun aber erkannt zu haben, dass man nicht nur im Stillen tätig sein kann. Die Behörde hat gestern eine Mitteilung über die erhöhten Abgaswerte veröffentlicht, obwohl die Untersuchungen erst zu zwei Drittel abgeschlossen sind. In der Vor-VW-Skandal-Zeit wäre daran nicht zu denken gewesen.

 

Aber der Druck auf das KBA steigt. Kritiker werfen der Behörde schon lange vor, Mogeleien der Hersteller zu begünstigen. Deren Angaben würden nicht kritisch genug überprüft. Jüngst hatte sogar die EU-Kommission angekündigt, künftig die Behörden der EU-Mitgliedstaaten bei der Genehmigung von Kraftfahrzeugen zu überwachen.

Das KBA will mit der gestrigen Mitteilung zeigen, dass man dran ist. Das reicht aber nicht. Wirklich transparent wäre das Vorgehen nur, wenn das KBA sagen würde, welche Marken und Modelle betroffen sind – und welche Schlüsse aus den bisherigen Ergebnissen zu ziehen sind. So bleibt der Autofahrer mit mehr Fragen als Antworten zurück.

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erstellt am 11.Nov.2015 | 20:26 Uhr

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