zur Navigation springen

Automobilausstellung in Frankfurt : Warum die IAA so viele Absagen kassierte

vom

Große Marken, große Messe: Die IAA ist das Ereignis für Autofans. Allerdings sind in diesem Jahr einige nicht dabei.

shz.de von
erstellt am 11.Sep.2017 | 16:18 Uhr

Frankfurt | Volvo? Fehlanzeige. Tesla? Nicht dabei. Und auch Peugeot, Nissan und Mitsubishi bleiben den Hallen der IAA in Frankfurt in diesem Jahr fern. Die Internationale Automobilausstellung - sonst Tummelplatz für Autofans sämtlicher Marken - droht an Bedeutung zu verlieren. Dabei gilt die Messe als erste Bühne für die Autos, die in Zukunft auf unseren Straßen zu sehen sein werden.

Absagen für die IAA

Volvo, DS, Infiniti, Peugeot, Nissan, Mitsubishi, Aston Martin, Rolls-Royce und Tesla sagten ihre Teilnahme ab. Mit Fiat Chrysler Automobiles (FCA) fehlen auch Alfa Romeo, Fiat, Lancia, Abarth und Jeep.

 

Die Absagen liegen aber nicht allein an den hohen Kosten für so einen Messeauftritt, sagt Automobilwirtschaftler Ferdinand Dudenhöffer gegenüber der „Autozeitung. Der Experte fürchtet einen Bedeutungsverlust für die Messe - das Konzept habe sich überlebt. Einige Unternehmen würden ihre Neuheiten inzwischen lieber aufwendig im Internet präsentieren oder auf andere Shows ausweichen. Dort können sich die Hersteller dann entweder komplett nach eigener Regie präsentieren oder aber auf Technik-Messen ohne direkte Marktkonkurrenten auffallen.

So zeigte Nissan sein Elektroauto Leaf erstmals in einer Messehalle in Tokio vor rund 200 Journalisten und ein paar ausgewählten Mitarbeitern. Die Weltpremiere fand eine Woche vor der IAA fand statt. Ein neuer Peugeot wird statt auf der IAA auf einer eigenen Roadshow in Szene gesetzt. Stephan Lützenkirchen, Sprecher von PSA Deutschland, spricht dabei im Gespräch mit Spiegel Online von „anderen Wege für die Begegnung mit Kunden“.

Experten vermuten aber auch, dass die Autobauer die hohen Quadratmeterkosten der Messe von 166 Euro pro Quadratmeter meiden wollen. Selbst Hersteller, die auf der IAA keine ganzen Hallen füllen, müssen nach Einschätzung von Branchenkennern mit Messekosten zwischen zehn und 25 Millionen Euro rechnen - und das in Zeiten, in denen eher Computermessen als Autoshows die Massen anziehen.

Dennoch bleiben gerade deutsche Autobauer der Messe treu. So hat Audi den neuen A8 im Gepäck, BMW feiert mit dem bereits öffentlich vorgestellten X3 Messepremiere und mit der X-Klasse wird der erste Mercedes-Pick-up vorgestellt. Und auch wenn Peugeot abgesagt hat, ist doch immerhin Opel an Bord und zeigt unter anderem den SUV Grandland X.

zur Startseite

Gefällt Ihnen dieser Beitrag? Dann teilen Sie ihn bitte in den sozialen Medien - und folgen uns auch auf Twitter und Facebook:

Diskutieren Sie mit.

Leserkommentare anzeigen