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Verwirrung um den Lübecker Flughafen Blankensee

vom
Aus der Redaktion des Flensburger Tageblatts

shz.de von
erstellt am 15.Apr.2014 | 14:10 Uhr

Um den Lübecker Flughafen Blankensee gibt es Wirbel. Der ägyptische Investor Mohamad Rady Amar (Foto) hat seine Anteile an der 3-Y-Logistic und Projektbetreuung GmbH verkauft. Das ist die Muttergesellschaft der Yasmina Flughafenmanagement GmbH, die den Airport seit dem 1. Januar 2013 betreibt. Nach Angaben von Flughafensprecherin Jana Bahrenhop ist Rady Amar aber nach wie vor Geschäftsführer des Flughafens. „Wir prüfen, welche Auswirkungen das hat“, sagte sie. Nach Angaben des Amtsgerichts Lübeck hat die 3-Y-Logistic und Projektbetreuung GmbH mittlerweile einen Antrag auf eine Änderung in der Geschäftsführung gestellt. Laut NDR stehen im Handelsregister für die Muttergesellschaft des Airports nun zwei Männer aus Berlin.

Der Betriebsratschef des Airport Lübeck äußerte sich besorgt: Das seien sehr beunruhigende Nachrichten für die 100 Beschäftigten. Die Stadt Lübeck reagierte erstaunt. „Wir wurden von der Entwicklung auch überrascht und warten jetzt auf weitergehende Informationen“, sagte Stadt-Sprecher Marc Langentepe. Die Grünen in der Bürgerschaft werden nach Angaben ihres Fraktionsvorsitzenden Thorsten Fürter eine Sondersitzung des Hauptausschusses beantragen, um finanzielle Auswirkungen für die Stadt zu klären. Noch im Januar hatte sich der Geschäftsführer des Flughafens, Siegmar Weegen, trotz Verlusten optimistisch gezeigt. Die Sorge, er könne wegen der roten Zahlen abspringen, sei unbegründet.

Ende 2012 hatte die Lübecker Bürgerschaft den Verkauf des Flughafens an Rady Amar für den symbolischen Preis von einem Euro beschlossen. Rady Amar hatte angekündigt, Blankensee zu einem Airport mit internationalem Standard auszubauen und 20 Millionen Euro zu investieren.

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