Versicherer registriert weniger Naturkatastrophen

shz.de von
07. Januar 2015, 13:38 Uhr

Weltweit haben Naturkatastrophen wie Stürme, Erdbeben und Überschwemmungen im vergangenen Jahr weniger Menschenleben gefordert und geringere Schäden angerichtet. Rund 7700 Menschen seien bei Naturkatastrophen ums Leben gekommen, teilte der weltgrößte Rückversicherer Munich Re mit. Im Vorjahr hatte das Unternehmen noch weltweit 21  000 Todesopfer registriert. „Dass die Naturkatastrophen im vergangenen Jahr weniger Menschenleben gekostet haben, ist – bei aller Tragik im Einzelfall – eine gute Nachricht“, erklärte Munich-Re-Vorstand Torsten Jeworrek. „Und diese Entwicklung ist nicht nur zufällig. Vielerorts funktionierten Frühwarnsysteme besser.“ Die Gesamtschäden durch Naturkatastrophen summierten sich im vergangenen Jahr auf 110 Milliarden Dollar (rund 92 Milliarden Euro), davon waren 31 Milliarden Dollar versichert. Die Summen sind nur gut halb so hoch wie im Schnitt der vorangegangenen zehn Jahre. Das weltweit teuerste Ereignis gemessen am Gesamtschaden war mit sieben Milliarden Dollar der Zyklon Hudhud, der im Oktober in Indien wütete. 2013 hatte unter anderem eine Reihe schwerer Unwetter in Europa die Naturkatastrophenschäden in die Höhe getrieben – insgesamt schlugen sie mit 140 Milliarden Dollar zu Buche, davon waren 39 Milliarden Dollar versichert.

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