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Verlagsgruppe Weltbild vor Rettung: Finanzinvestor steigt ein

vom
Aus der Redaktion des Flensburger Tageblatts

shz.de von
erstellt am 12.Mai.2014 | 15:43 Uhr

Der Münchner Finanzinvestor Paragon Partners will die insolvente Verlagsgruppe Weltbild übernehmen. Insolvenzverwalter Arndt Geiwitz schloss mit der Gesellschaft einen Vorvertrag ab, wie Paragon und Weltbild gestern bestätigten. Sämtliche Betriebsteile von Weltbild sollen noch im Mai in eine neue Gesellschaft überführt werden. Dazu gehörten neben dem Online- und Katalog-Geschäft auch die Filialen sowie die Auslandsgesellschaften in Österreich und der Schweiz. Paragon soll Weltbild künftig als Mehrheitsgesellschafter führen.

Geiwitz bleibe jedoch als Anteilseigner stellvertretend für die Gläubiger der Verlagsgruppe beteiligt. Erklärtes Ziel des Joint-Ventures sei es, Weltbild als Ganzes weiterzuführen.

Um Weltbild attraktiv für Investoren zu machen, hatte Geiwitz bereits Ende März die Streichung von 656 Stellen in der Konzernzentrale in Augsburg verkündet. Einen Monat später gab Weltbild die Schließung von 53 seiner rund 220 Buchhandelsfilialen bekannt. Davon seien 293 Mitarbeiter betroffen. Künftig wird die Weltbild-Filialtochter somit nur noch rund 1000 Beschäftigte haben. Im Juli sollen die ersten 24 Weltbild-Geschäfte dicht gemacht werden, darunter auch die Filiale in Lübeck. Über die Filialen, für die zum Jahresende oder im Frühjahr 2015 Schluss ist, wollte sich die Verwaltung noch nicht äußern.

Insgesamt betreibt Weltbild gegenwärtig sieben Filialen in Schleswig-Holstein, neben Lübeck in Kiel, Flensburg, Husum, Schleswig, Neumünster und Norderstedt.

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