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Zuwächse bei Neuzulassungen : Verkäufe in Italien und Spanien beflügeln europäischen Automarkt

vom
Aus der Onlineredaktion

In Italien und Spanien springen die Neuzulassungen nach oben. In Deutschland steigen die Verkaufszahlen bei Mercedes und BMW prozentual am höchsten. Volkswagen werden weniger gekauft.

shz.de von
erstellt am 16.Feb.2016 | 09:57 Uhr

Frankfurt | Der europäische Automarkt hat im Januar weiter zugelegt. Dank zweistelliger Zuwächse in Italien und Spanien kletterte der Absatz in der Europäischen Union im Januar um 6,2 Prozent auf gut eine Million Fahrzeuge, teilte der Branchenverband Acea am Dienstag mit. Damit stieg der Absatz den 29. Monat in Folge.

Durch die Affäre um manipulierte Abgaswerte hat VW bei seinen eigenen Autos Markenanteile eingebüßt. Der Konzern, zudem unter anderem auch die Marken Audi, Skoda oder MAN zählen, verzeichnet dennoch ein leichtes Absatzplus.

In Italien sprangen die Neuzulassungen um 17,4 Prozent nach oben, Spanien verzeichnete ein Plus von 12,1 Prozent. Deutlich geringer waren die Zuwächse in Frankreich (+3,9%), Deutschland (+3,3%) und Großbritannien (+2,9%).

Unter den deutschen Anbietern büßte Volkswagen im Sog der Affäre um manipulierte Abgasmessungen im Jahresvergleich Marktanteile ein. Der Konzern musste sich wegen schleppender Verkäufe bei VW-Modellen mit einem Absatzplus von 0,8 Prozent zufriedengeben. Pkws der Marke Volkswagen verzeichneten einen Rückgang um 3,8 Prozent. Am besten schnitten Daimler (Mercedes/Smart) ab, die die Verkäufe um 8,5 Prozent steigerten. BMW verkaufte 4,0 Prozent mehr Fahrzeuge (BMW und Mini).

Derweil rechnet Volkswagen in China nach dem Absatzrückgang 2015 in diesem Jahr wieder mit rund sechs Prozent Wachstum auf seinem wichtigsten Markt. „Ich bin ganz optimistisch“, sagte China-Vorstand Jochem Heizmann am Dienstag in einem Interview der Deutschen Presse-Agentur in Peking. Trotz der im Vorjahr schlechten Absatzzahlen 2015 sei der Profit in China weiter „ordentlich“.

Die Auswirkungen des Abgas-Skandals auf China seien nicht so groß, betonte Heizmann. Ohnehin seien nur wenige importierte Autos betroffen gewesen. „Das Vertrauen ist weiter da.“ Auch habe der Konzern seine ursprünglichen Pläne mit Investitionen von jährlich mehr als vier Milliarden Euro in China nicht verändert.

 

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