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Verdi sorgt für Druck – Streik bei Amazon gefährdet Weihnachtsgeschäft

vom
Aus der Redaktion des Flensburger Tageblatts

Kurz vor dem Start des wichtigen Weihnachtsgeschäfts hat die Gewerkschaft Verdi zu einer erneuten Streikwelle bei Amazon aufgerufen. Nach Angaben der Gewerkschaft legten gestern Beschäftigte an fünf Standorten des Versandhändlers die Arbeit nieder. Betroffen waren die Verteilzentren in Bad Hersfeld, Leipzig, Graben bei Augsburg sowie Werne und Rheinberg (beide NRW). Nach Angaben der Gewerkschaft streikten mehrere hundert Beschäftigte. Verdi hatte in Bad Hersfeld, Leipzig, Graben und Rheinberg bis einschließlich morgen zum Ende der Spätschicht zum Streik aufgerufen, in Werne soll noch heute bis zum Ende der Spätschicht gestreikt werden. Vor dem Amazon-Gelände in Leipzig wurde eine Reihe von Mobiltoiletten aufgebaut (Foto).

Am größten Amazon-Versandstandort in Bad Hersfeld beteiligten sich Hunderte Mitarbeiter am Arbeitsausstand, sagte Mechthild Middeke, Verdi-Gewerkschaftssekretärin für Amazon Bad Hersfeld. Ein Tarifvertrag stehe nach wie vor auf der Tagesordnung. „Mit der in diesem Jahr gezahlten ‚freiwilligen‘ Lohnerhöhung von Amazon von 2,2 Prozent wollen sich die Beschäftigten nicht zufrieden geben.“

Amazon betonte, die Ausstände hätten keine Auswirkungen auf die „Einhaltung des Lieferversprechens“ an die Kunden. Die Gewerkschaft versucht seit mehr als einem Jahr, den Online-Versandhändler mit Streiks zu Tarifverhandlungen zu den Bedingungen des Einzelhandels zu bewegen. Amazon lehnt das jedoch ab und sieht sich selbst als Logistiker.

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erstellt am 27.Okt.2014 | 18:23 Uhr

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