Dieselbetrug : Verdacht auf Abgas-Manipulation: Auch BMW in den USA verklagt

Zehntausende Autos sollen unter falschen Versprechungen verkauft worden sein, heißt es in der Sammelklage.

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28. März 2018, 07:47 Uhr

Newark | Als mittlerweile sechstem Autobauer droht nun auch BMW ein US-Rechtsstreit wegen angeblichen Abgas-Betrugs bei Dieselautos. US-Kunden beschuldigen den deutschen Hersteller – ähnlich wie Volkswagen – mit einer speziellen Software Emissionswerte manipuliert zu haben. Das geht aus der Klageschrift hervor, die am Dienstag bei einem Gericht im US-Bundesstaat New Jersey eingereicht wurde.

Bei allen Ermittlungen gibt es einen gemeinsamen Nenner: Angebliche Abschalteinrichtungen bei Diesel-Motoren. Die Diesel-Technik gerät dadurch immer stärker in die Image-Krise.

Hinter dem Verfahren steht die US-Kanzlei Hagens Berman, die bereits ähnliche Sammelklagen gegen Volkswagen, Fiat Chrysler, General Motors, Daimler und Ford eingereicht hat. Bislang hatte dies nur für VW teure Konsequenzen.

„Wir äußern uns wegen des laufenden Verfahrens nicht“, teilte ein US-Sprecher von BMW auf Nachfrage in einem Statement mit. Man befasse sich derzeit gründlich mit der Klage, um zu verstehen, was BMW vorgeworfen werde. Prinzipiell gelte aber, dass BMW-Autos nicht manipuliert und mit allen legalen Vorschriften im Einklang seien.

Konkret geht es bei der US-Klage um „Zehntausende“ X5- und 335d-Modelle, die zwischen 2009 und 2013 unter falschen Versprechen zur Umweltverträglichkeit verkauft worden sein sollen. Der Schadstoffausstoß überschreite die US-Grenzwerte um das bis zu 27-fache, heißt es in der Klage. Die Vorwürfe richten sich auch gegen den Zulieferer Bosch, der beim VW-Skandal ins Visier der US-Justiz geraten war.

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