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Wirtschaft

20. Oktober 2017 | 00:38 Uhr

Unzeitgemäßer Strafzins

vom
Aus der Redaktion des Flensburger Tageblatts

shz.de von
erstellt am 16.Sep.2014 | 15:26 Uhr

Die meisten Banken langen richtig zu. Auch die niedrigen Marktzinsen halten sie nicht davon ab, dem Verbraucher tief in die Tasche zu greifen, wenn dieser sein Konto überzieht.
Für beide Seiten ist es einfach. Der Kontoinhaber kann seine Schulden flexibel ohne feste Raten und ohne vorgegebenen Zeitraum abstottern, und die Bank verlangt aus eben diesen Gründen einen Zins, der im heutigen Umfeld durchaus die Bezeichnung „Wucher“ verdient. Jenseits der zehn Prozent-Marke können Banken nur verdienen, wenn sie in hochriskante Märkte investieren, gegen die auch ein verschuldeter deutscher Verbraucher ein zahmes Lämmchen ist.
Die Forderung nach niedrigeren Überziehungszinsen ist berechtigt. Er sollte deutlich unter zehn Prozent fallen – als Zeichen dafür, dass die Verbraucher die Finanzkrise nicht nur auf der Guthabenseite zu spüren kriegen, sondern dass auf der anderen Seite ein kleines bisschen Last genommen wird.
Natürlich gilt der Rat, dass es gar nicht erst zu einem für lange Zeit überzogenen Konto kommen sollte. Doch Bankberater, die ihren Job ernst meinen, sollten auch ihre Kunden darauf ansprechen, um ihnen Alternativen zum Dispokredit aufzuzeigen.

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