Christine Lagarde : Unter Verdacht

Christine Lagarde. Foto: dpa
Christine Lagarde. Foto: dpa

Dem Internationalen Währungsfonds (IWF) droht erneut eine Zitterpartie um den Chefposten.

shz.de von
23. Mai 2013, 08:52 Uhr

Paris | Christine Lagarde, die Nachfolgerin des über eine Sex-Affäre gestürzten Dominique Strauss-Kahn, muss sich am Donnerstag einer unangenehmen Vernehmung durch Ermittler des französischen Gerichtshofs der Republik stellen. Die 57-Jährige steht unter Verdacht, in ihrer Zeit als französische Wirtschaftsministerin (2007-2011) eine gigantische Entschädigungszahlung von Hunderten Millionen Euro an den früheren Adidas-Haupteigner Bernard Tapie ermöglicht zu haben. Weil das Geld aus der Staatskasse kam, wird ihr Beihilfe zur Veruntreuung öffentlicher Mittel vorgeworfen. Sollten die Ermittler die Verdachtsmomente gegen die IWF-Chefin bestätigt sehen, muss sie mit der Einleitung eines Anklageverfahrens rechnen. Die Betroffene weist die Vorwürfe vehement zurück.

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