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Umweltschützer: Regierung soll Atomausstieg verwalten

vom
Aus der Redaktion des Flensburger Tageblatts

shz.de von
erstellt am 13.Mai.2014 | 16:01 Uhr

Der Deutsche Naturschutzring (DNR) und die Naturfreunde Deutschlands fordern einen staatlichen Fonds, der die Reserven der Atomkonzerne für den Atomausstieg verwalten soll. „Bisher gibt es keine transparente Ausweisung aller Rückstellungen für die Stilllegung, den Rückbau, geschweige denn die Entsorgung von Atomkraftwerken“, erklärte der Generalsekretär des Deutschen Naturschutzrings, Helmut Röscheisen, in Berlin. Niemand wisse, ob das Geld zur Deckung der Kosten ausreiche. Daher sollten die Mittel nicht nur in einen staatlichen Fonds überführt, sondern auch durch unabhängige Experten geprüft werden. Ähnlich äußerte sich der Bundesvorsitzende der Naturfreunde Deutschlands, Michael Müller. Dem Forum Ökologisch-Soziale Marktwirtschaft (FÖS) zufolge sollten für die Entsorgung mindestens 44 Milliarden Euro angelegt werden. Es dürfe nicht sein, dass bei einer Insolvenz der Steuerzahler die Zeche zahlen müsse, sagte FÖS-Geschäftsführer Damian Ludewig.

Die Umweltverbände reagierten damit auf Berichte, wonach die Energiekonzerne Eon, RWE und EnBW mit dem Bund eine öffentlich-rechtliche Stiftung gründen wollen, die den Abriss der Atomkraftwerke und die Endlagerung des radioaktiven Mülls übernehmen soll. Laut Bericht soll die Stiftung zudem für den Betrieb der noch laufenden Kraftwerke bis zum Ausstieg 2022 zuständig sein. Die Konzerne wollen 30 Milliarden Euro einbringen. Der Bund soll für die Folgekosten aufkommen.

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