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Umweltpreis für Zement-Holcim und die Netz AG

vom
Aus der Redaktion des Flensburger Tageblatts

Nord-Wirtschaft würdigt naturschonende Technik und Produktion

shz.de von
erstellt am 23.Sep.2014 | 13:11 Uhr

Das Werk Lägerdorf der Holcim AG und die Schleswig-Holstein Netz AG aus Quickborn wurden gestern mit dem Umweltpreis der Studien- und Fördergesellschaft der schleswig-holsteinischen Wirtschaft ausgezeichnet. Die Auszeichnung zählt zu den ältesten und renommiertesten ihrer Art in Deutschland.

Die Holcim AG erhielt den 1. Preis, weil das Unternehmen durch Entwicklung und Installation einer weltweit erstmalig eingesetzten Vorverbrennungs-Kammer vor dem Zementofen deutlich mehr Ersatzbrennstoffe zum Einsatz bringen kann. „Dadurch werden Ressourcen geschont und die CO2-Emissionen reduziert“, betonte der Vorsitzende der Studien- und Fördergesellschaft, Uli Wachholtz. Erfreulich sei, dass die Umweltpolitik des Unternehmens langfristig angelegt sei.

Die Schleswig-Holstein Netz AG, an der mehr als 200 Kommunen aus allen Teilen des Landes beteiligt sind, wurde ausgezeichnet, weil in der „SmartRegion Pellworm“ gezeigt wurde, wie Erzeugung, Transport, Speicherung und Verbrauch von Strom in einer Region intelligent verknüpft werden können. Das Projekt liefert einen wichtigen und praktikablen Beitrag für die Gestaltung der Energiewende.

Seit 1984 wurden insgesamt 57 Unternehmen für ihr Engagement im Umweltbereich geehrt. „Wir freuen uns über die stattliche Zahl an Preisträgern, die ein Beleg für die Bedeutung des Umweltschutzes in unseren Betrieben ist“, sagte Wachholtz. Für die erstmalige Auslobung des Preises vor exakt 30 Jahren habe es damals zwei Gründe gegeben: „Zum einen wollten wir Umweltschutz nicht allein den umweltbewegten Gruppen, Parteien und Verbänden überlassen, sondern auch der Wirtschaft Gehör verschaffen“, berichtete Wachholtz. Zum anderen sollte verdeutlicht werden, „dass sich die Wirtschaft ihrer Mitverantwortung für eine intakte Umwelt bewusst ist, dass ganz maßgebliche Impulse zum Schutz von Natur und Umwelt auch und gerade von der Wirtschaft ausgehen“. Dieser Anspruch bestehe auch heute noch. „So unterschiedlich die Betriebe waren und sind – eines verbindet sie: Die betrieblichen Anstrengungen im Umweltbereich reichen zum Teil weit über das hinaus, was staatlich gefordert, was gesetzlich fixiert ist“, betonte Wachholtz.

Lob gab es für dieses Engagement von Umweltminister Robert Habeck (Grüne): „Es ist gut und wichtig, dass die Wirtschaft Anstrengungen unternimmt, Ressourcen und Umwelt stärker zu schonen“, sagte er auf der Veranstaltung mit 250 Persönlichkeiten aus allen Bereichen des öffentlichen Lebens. Zugleich sprach er sich dafür aus, die Energiewende als Innovationsmotor für Schleswig-Holstein zu nutzen und die Wertschöpfungskette bei der Energiegewinnung- und Verwertung stärker im Lande zu halten.

In der Studien- und Fördergesellschaft haben sich 300 Unternehmen zusammengeschlossen, um sich in den Bereichen Bildung, Kultur und Politik zu engagieren. Zum 30-jährigen Jubiläum des Umweltpreises wurde jetzt eine Festschrift mit Aufsätzen zu umweltpolitischen Themen herausgegeben. Zu finden im Internet unter www.Umweltpreis-der-Wirtschaft.de .

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