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Wirtschaft

21. Oktober 2017 | 05:47 Uhr

Umschlag im Hafen brummt

vom
Aus der Redaktion des Flensburger Tageblatts

shz.de von
erstellt am 09.Feb.2015 | 13:55 Uhr

So viel Betrieb war nie an den Hamburger Kaikanten: Deutschlands größter Hafen meldet für 2014 einen Umschlagrekord. 145,7 Millionen Tonnen wurden aus- und eingeladen, 4,8 Prozent mehr als im Vorjahr. Der bisherige Rekord stammt von 2008, dem Jahr vor der Weltwirtschaftskrise.

Der Zuwachs erstreckt sich auf nahezu alle Bereiche und Fahrtgebiete. Der für den Hamburger Hafen besonders wichtige Containerumschlag stieg um 5,1 Prozent auf 9,7 Millionen Standardcontainer (TEU). Wesentlicher Treiber für das Wachstum war der Warenaustausch mit China, dem mit Abstand größten Handelspartner des Hamburger Hafens. Er erhöhte sich um 9,8 Prozent auf knapp drei Millionen TEU. Verfehlt wurde jedoch die anvisierte Zehn-Millionen-Marke. Eine Ursache dafür ist der Einbruch im Russland-Geschäft. Dort sank der Container-Austausch mit russischen Häfen um knapp acht Prozent auf 662  000 TEU. Axel Mattern, Vorstand des Vereins Hamburg Hafen Marketing, war gleichwohl auch mit dem Containergeschäft mehr als zufrieden und hob die hohe Zahl beladener Boxen hervor. „Wir haben noch nie so viele Waren in Containern umgeschlagen.“

Die Hafenmacher sehen das Wachstum als Beleg für die gestiegene Attraktivität Hamburgs. Mattern: „Möglich wurde ein Jahr der Umschlagrekorde, weil Hafenkunden und Reeder auf Hamburg setzen und die Leistungsqualität unseres Hafens schätzen.“ Die Leistungsstärke der Hafenbetriebe und Dienstleister sowie die Liniendienst- und Verkehrsanbindungen mit den Märkten im In- und Ausland hätten Kunden überzeugt. Bestätigt sieht sich auch die Hafenbehörde HPA. Deren Chef Jens Meyer: „Mit unserer Smartport-Strategie gehen wir genau den richtigen Weg – in Richtung Zukunft des Hamburger Hafens.“ Dahinter steckt vor allem der Ausbau der IT-Leistungen, etwa ein elektronisches Verkehrsleitsystem für die notorisch belasteten Zufahrtsstraßen.

Im Vergleich zu den Konkurrenzhäfen der Nordrange hat Hamburg laut Mattern weiter Boden gut gemacht. Im Durchschnitt erreichte der Containerumschlag in den großen nordeuropäischen Häfen ein Plus von 4,2 Prozent – in Hamburg waren es 5,1. Die Hansestadt untermauere damit ihre Position als zweitstärkster Containerhafen in Europa hinter Rotterdam. Im weltweiten Ranking liegt Hamburg weiterhin auf Position 15. Nach den Angaben hat der Hamburger Hafen 151  000 Beschäftigte.

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