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Umsatzsteuer-Betrug: Festnahme in Las Vegas

vom
Aus der Redaktion des Flensburger Tageblatts

shz.de von
erstellt am 05.Mai.2014 | 15:46 Uhr

Die Behörden haben den mutmaßlichen Drahtzieher eines millionenschweren Umsatzsteuerkarussells dingfest gemacht. Bereits am Sonntag sei der 56 Jahre alte Brite am Rande einer Boxveranstaltung in Las Vegas vom US-amerikanischen Secret Service festgenommen worden, so die Generalstaatsanwaltschaft Frankfurt gestern. Dem Mann wird vorgeworfen, 2009 und 2010 mit einem eigens organisierten Ringhandel von EU-Luftverschmutzungsrechten rund 136 Millionen Euro Umsatzsteuer hinterzogen zu haben. Insgesamt gehen die Ermittler von einem Steuerschaden von 850 Millionen Euro aus. Der betrügerische Handel mit den Emissionszertifikaten lief über die Deutsche Bank, wie im Pilot-Prozess 2011 festgestellt wurde. Die Masche ist als Umsatzsteuerkarussell bekannt: Über deutsche Gesellschaften wurden Emissionsrechte aus dem Ausland gekauft und im Inland über zwischengeschaltete Firmen weiterverkauft – ohne Umsatzsteuer zu bezahlen. Die jeweils letzte Gesellschaft in der Kette soll die Zertifikate wieder ins Ausland veräußert haben. Dafür bekam sie dann die Umsatzsteuer vom Finanzamt erstattet.

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