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Elektronik : Turbulente Zeiten bei Loewe - Börsenkurs erholt sich leicht

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Turbulente Zeiten bei Loewe: Nach tiefem Fall erholte sich der Aktienkurs des ums Überleben kämpfenden TV-Geräteherstellers leicht. In einer Betriebsversammlung informierte der Vorstand die verbliebenen 650 Mitarbeiter über die Lage der Firma, die ein Insolvenzverfahren in Eigenverwaltung bewältigen muss.

Der Vorstand steht nach eigenen Angaben in Verhandlung mit mehreren Investoren, die das Unternehmen mit frischem Geld retten sollen. «Darauf setzen wir jetzt», sagte Jürgen Apfel von der IG Metall am Mittwoch.

Am Dienstag war die Loewe-Aktie an der Börse um annähernd 45 Prozent in die Tiefe gerauscht. Zum Nachmittag stand die Aktie noch um rund ein Viertel im Minus bei 4,50 Euro. Am Mittwoch erholte sich die Loewe-Aktie auf zeitweise etwa 4,75 Euro - damit lag sie aber immer noch deutlich unter den rund sechs Euro vom Wochenanfang.

Im Insolvenzverfahren in Eigenverwaltung kann Vorstandschef Matthias Harsch an Bord bleiben. Seit Mitte Juli steht Loewe unter gerichtlichem Gläubigerschutz. Der Schutzschirm, der eine Sanierung in Eigenregie erlaubt, kann laut Gesetz aber maximal drei Monate aufrechterhalten werden. Loewe hat sich auf Premiumgeräte im Bereich TV und Audio spezialisiert, war aber tief in die roten Zahlen gerutscht. Der harte Preiskampf in der Branche und die Konkurrenz aus Fernost hat dem Unternehmen zugesetzt.

Für die Loewe-Rettung hatte die bayerische Staatsregierung im Sommer auch eine Staatsbürgschaft in Aussicht gestellt. Voraussetzung ist allerdings, dass ein Investor gefunden wird. Das Wirtschaftsministerium stehe in engem Kontakt mit dem Vorstand, sagte ein Ministeriumssprecher am Mittwoch. «Ob und in welcher Form staatliche Finanzierungshilfen, etwa in Form einer Bürgschaft, eingesetzt werden können, wird zu gegebener Zeit in Gesprächen mit allen Beteiligten zu klären sein.» Entscheidend seien hier die konkreten Planungen möglicher Investoren.

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erstellt am 02.Okt.2013 | 12:23 Uhr

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